Ernährung und Parkinson

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Ernährung und Parkinson

Menschen mit Parkinson brauchen keine spezielle Ernährung. Wichtig ist, sich ausgewogen zu ernähren, auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und eine richtige Verteilung der Mahlzeiten zu achten. Nur so kann ein guter körperlicher und geistiger Gesundheitszustand erhalten bleiben. Parkinson lässt sich nicht heilen, jedoch kann der Verlauf der Erkrankung durch die richtige Ernährung günstig beeinflusst werden. Manche Symptome können gemindert, manche sogar beseitigt werden. Informationen und Tipps zum Thema "Schlucken" finden Sie hier!


Allgemeines

Schon Hippokrates (460-377 v. Chr.) betonte den Zusammenhang zwischen Nahrung und Gesundheit. Für ihn stand bereits damals fest, dass der unterschiedliche Verlauf einer Erkrankung von der Ernährungsweise abhängen kann. So war auch seine Empfehlung, der täglichen Nahrung viel Aufmerksamkeit entgegenzubringen. Die Ernährungsweise sollte Alter, Jahreszeiten, Gewohnheiten, Land und Konstitution berücksichtigen, sowie Hitze und Kälte entgegenwirken. Dementsprechend kamen bei ihm schon die unterschiedlichsten Speisen als Arznei zum Einsatz. Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht kann die hippokratische Ansicht nur bestätigt werden. Es gibt mittlerweile keine Zweifel mehr daran, dass über die Nahrung die Entstehung und der Verlauf von bestimmten Krankheiten beeinflusst werden können.


Bewusst essen

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Bewusst essen

Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien - kein Mensch sollte auf diese Nahrungsmittel verzichten. Denn vollwertiges Essen schmeckt nicht nur, es fördert auch Leistung und Wohlbefinden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zehn Regeln der Ernährung formuliert: Holen Sie das Beste aus Essen und Trinken heraus – für ein aktives Leben mit Parkinson.

  1. Vielseitig essen! Genießen Sie die Lebensmittelvielfalt. Es gibt keine "gesunden", "ungesunden" oder gar "verbotenen" Lebensmittel. Auf die Menge, Auswahl und Kombination kommt es an.

  2. Getreideprodukte - mehrmals am Tag und reichlich Kartoffeln: Brot, Nudeln, Reis, Getreideflocken, am besten aus Vollkorn, und Kartoffeln enthalten kaum Fett, aber reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

  3. Gemüse und Obst - Nimm "5" am Tag: Genießen Sie fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch, nur kurz gegart, oder auch als Saft - idealerweise zu jeder Hauptmahlzeit und auch als Zwischenmahlzeit: Damit werden Sie reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen (z. B. Carotinoide, Flavonoiden) versorgt. Das Beste, was Sie für Ihre Gesundheit tun können.

  4. Täglich Milchprodukte - Einmal in der Woche Fisch - Fleisch, Wurstwaren und Eier in Maßen: Diese Lebensmittel enthalten wertvolle Nährstoffe, z. B. Calcium in Milch, Jod, Selen und Omega-Drei-Fettsäuren in Seefisch. Fleisch ist wegen des hohen Beitrags an verfügbarem Eisen und an den Vitaminen B1, B6 und B12 vorteilhaft. Mengen von 300-600 g Fleisch und Wurst pro Woche reichen hierfür aus. Bevorzugen Sie fettarme Produkte, vor allem bei Fleischerzeugnissen und Milchprodukten. Achtung: Sollten Sie das Präparat L-Dopa einnehmen, achten Sie darauf, L-Dopa entweder 45 Minuten vor oder 90 Minuten nach eiweißreichen Mahlzeiten einzunehmen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Rubrik "Therapie".

  5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel: Fettreiche Speisen schmecken zumeist besonders gut. Zu viel Nahrungsfett macht allerdings dick und fördert langfristig die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Halten Sie darum das Nahrungsfett in Grenzen. 70-90 Gramm Fett täglich, möglichst pflanzlicher Herkunft, liefern ausreichend lebensnotwendige (essentielle) Fettsäuren und fettlösliche Vitamine und runden den Geschmack der Speisen ab. Achten Sie auf das "unsichtbare" Fett in manchen Fleischerzeugnissen und Süßwaren, in Milchprodukten und in Gebäck.

  6. Zucker und Salz in Maßen: Genießen Sie Zucker und mit Zuckerzusatz hergestellte Lebensmittel bzw. Getränke nur gelegentlich. Würzen Sie kreativ mit Kräutern und Gewürzen und wenig Salz. Verwenden Sie auf jeden Fall jodiertes Speisesalz.

  7. Reichlich Flüssigkeit! Wasser ist absolut lebensnotwendig. Trinken Sie rund 1½ Liter Flüssigkeit jeden Tag. Alkoholische Getränke sollten nur gelegentlich und dann in kleinen Mengen konsumiert werden (bei Männern z. B. ½ l Bier oder ¼ l Wein oder 0,06 l Branntwein pro Tag, bei Frauen die Hälfte davon. Dies entspricht etwa 20 g bzw. 25 ml reinem Alkohol).

  8. Schmackhaft und schonend zubereiten: Garen Sie die jeweiligen Speisen bei möglichst niedrigen Temperaturen, soweit es geht kurz, mit wenig Wasser und wenig Fett - das erhält den natürlichen Geschmack und schont die Nährstoffe.

  9. Nehmen Sie sich Zeit, genießen Sie Ihr Essen! Bewusstes Essen hilft, richtig zu essen. Auch das Auge isst mit. Lassen Sie sich Zeit beim Essen. Das macht Spaß, regt an und fördert das Sättigungsempfinden.

  10. Achten Sie auf Ihr Gewicht und bleiben Sie in Bewegung! Mit dem richtigen Gewicht fühlen Sie sich wohl und mit reichlich Bewegung bleiben Sie in Schwung - tun Sie etwas für Fitness, Wohlbefinden und Ihre Figur.

Rezeptvorschlag

Brokkoli mit Sultaninen

Ausgewogen kann so lecker sein!
BROKKOLI MIT SULTANINEN

Zutaten für 2 Personen:
500g Brokkoli
Zitronensaft nach eigenem Geschmack
1EL Pflanzenöl
1TL Butter
1 Prise Salz
50g geröstete Sonnenblumenkerne
50g Sultaninen

Brokkoli putzen und in Röschen teilen. Den Strunk schälen und in Scheiben schneiden, in siedendes Salzwasser geben, nach 4 Minuten die Röschen dazu geben und nach weiteren 4 Minuten alles herausnehmen, abschrecken und gut abtropfen lassen. Zitronensaft, Öl und Butter mit dem Salz in der Pfanne erhitzen. Den Brokkoli darin schwenken und erhitzen. Zum Schluss Sonnenblumenkerne und Sultaninen dazu geben und vor dem Servieren noch etwas abkühlen lassen. Guten Appetit!


Was tun bei Übelkeit?

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Eine häufige Nebenwirkung von Parkinsonmedikamenten ist die Übelkeit. Folgendes kann man tun, um ihr entgegenzuwirken:

  • Das Essen von trockenen Kräckern oder Keksen kann Übelkeit lindern. Was Sie gegen Schluckstörungen tun können, erfahren Sie in unserer Rubrik "Schlucken und Sprechen".
  • Geruchsarme Speisen wählen, da intensiv riechende Gerichte Übelkeit fördern können.
  • Fettarme, leicht verdauliche, nicht zu würzige Mahlzeiten zu sich nehmen. Besser geeignet sind leicht salzige und säuerliche Speisen.
  • Zwischen den Mahlzeiten trinken, nicht zum Essen.
  • Häufige, kleine Mahlzeiten können Übelkeit durch leeren Magen verhindern.

In besonders hartnäckigen Fällen hat sich die Einnahme von Medikamenten gegen Übelkeit bewährt.


Was tun bei Verstopfung?

Magen-Darm-Störungen zählen zu den häufigsten Klagen beim Parkinson-Syndrom, wobei die Darmträgheit mit Verstopfung (Obstipation) an oberster Stelle genannt wird. Die wesentlichen Ursachen dafür sind:

  • Vegetative Regulationsstörungen der Magen-Darm-Passage.
  • Falsche Ernährung (wenig Ballaststoffe, zu viel Süßes).
  • Unzureichende Flüssigkeitsaufnahme.
  • Bewegungsmangel.
  • Viele Medikamente, auch bei Parkinson, hemmen die Darmbewegung (Peristaltik).


Wie kann Ernährung helfen?

Von der Einnahme von Abführmitteln über eine längere Zeit ist abzuraten - Verstopfungsprobleme werden dann sogar gefördert. Sinnvoller ist es, langfristig die Ernährung umzustellen: Um den Darm richtig anzukurbeln, sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Ballaststoffen, Bitterstoffen (zum Beispiel in Grapefruits, Tees und Ölen wie Erdnussöl) und Flüssigkeit geachtet werden. Zusätzlich aktivieren Lebensmittel mit hohem Kalium- und Magnesiumgehalt die Darmmuskulatur.

Wer beim Essen mit genügend Zeit ausgiebig durchkaut, sorgt bereits im Mundraum für eine ausreichende Zerkleinerung der Lebensmittel.


Rezeptvorschlag

Obstsalat mit Pflaumen

Den Darm ankurbeln!
OBSTSALAT MIT PFLAUMEN

Zutaten für 2 Personen
8 Pflaumen
2 Pfirsiche
1 Kiwi
1/2 Zitrone
50 g Mascarpone
100g Joghurt
1 TL Honig
gehackte Nüsse

Die Pflaumen und Pfirsiche waschen und entkernen, die Kiwi schälen. Alle Früchte in kleine Scheibchen schneiden und mischen. Für die Creme die halbe Zitrone auspressen, dann Mascarpone, Joghurt, Honig und Zitronensaft mit dem Handmixer verrühren und über das Obst geben. Den Obstsalat mit den gehackten Nüssen bestreuen. Guten Appetit!


Was tun, wenn zu Parkinson noch Osteoporose hinzukommt?

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Parkinson-Patienten leiden überdurchschnittlich häufig an Osteoporose. Zuzüglich zum Bewegungsmangel, der zu den allgemein geltenden Risikofaktoren zählt, sind Patienten vermehrt der Gefahr einer Fraktur ausgesetzt, da sie - verursacht durch Störungen der Stellreflexe - an einer erhöhten Fallneigung leiden. Durch die richtige Ernährung kann die Stabilität der Knochen gefördert werden. Wichtigster Bestandteil: das Calcium.


Was tun, wenn zu Parkinson noch eine Osteoporose hinzukommt?Der Mineralstoff ist eng mit dem Knochenaufbau verbunden. 99,9 Prozent des Gesamtbestands an Calcium sind in den Knochen lokalisiert. Pro Tag verlieren wir circa 300 mg Calcium über den Stuhl, Urin und den Schweiß. Diese Menge muss ersetzt werden. Da der Körper nur 30-40 Prozents des Calciums aus der Nahrung aufnimmt, wird der tägliche Calciumbedarf für den Erwachsenen mit circa 800-1000 mg angesetzt. Frauen nach den Wechseljahren benötigen sogar bis zu 1500 mg Calcium pro Tag.


Regeln für eine ausreichende Calciumzufuhr:

  • Täglich calciumreiche Nahrungsmittel verzehren! Nicht vergessen: Speisen mit frischen Kräutern würzen, auch diese enthalten reichlich Calcium.
  • Die Aufnahme des Calciums fördern mit Vitamin D (in Fisch, Milch, Eiern und Käse), Milchzucker und Zitronensäure (in Obst - vor allem in Mandarinen und Apfelsinen).
  • Viel Aufenthalt im Freien: UV-Bestrahlung regt die körpereigene Vitamin-D-Produktion an.
  • Viel Mineralwasser trinken: Mineralwasser liefert Calcium in unterschiedlichen Mengen, wobei Wasser mit einem Calciumgehalt von 150 mg/l zu empfehlen ist.
  • Cola-haltige Getränke enthalten Phosphat, das den Knochen Calcium entzieht - daher sollten sie nur in kleinen Mengen genossen werden.

Es ist besser, das Calcium über den ganzen Tag verteilt aufzunehmen, als in ein bis zwei "großen Portionen".


Rezeptvorschlag

Kartoffel mit Tsatsiki

Calcium hilft den Knochen!
KARTOFFEL MIT TSATSIKI

Zutaten für 6 Personen:
500g Kartoffeln
250g Magerquark
250ml Kefir
100ml Milch
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 Salatgurke
Schnittlauch, Petersilie, Basilikum, Dill
Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln gut waschen und mit der Schale gar kochen. Quark, Kefir, Milch, Kräuter, Zwiebelstücke und gepressten Knoblauch zu einem Brei verrühren. Dann kommen Gewürze, Kräuter und die fein geschnittenen Gurkenscheiben hinzu. Mit den ungeschälten Kartoffeln servieren. Guten Appetit!


Was tun, wenn die Parkinson-Erkrankung depressiv macht?

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Zwanzig bis sechzig Prozent der Menschen mit Parkinson erkranken an Depressionen - somit sind psychische Erkrankungen bei Betroffenen weitaus häufiger als bei Menschen der gleichen Altersgruppe ohne Parkinson. Ursachen für eine Depression sind:

  • Veränderungen des Gleichgewichts verschiedener erregender und hemmender Neurotransmitter (Noradrenalin, Serotonin)
  • Psychische Belastung als Folge der fortschreitenden physischen Beeinträchtigung
  • Vitamin B-Mangel (entsteht oft durch eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten im Laufe der Erkrankung.)


Wie kann Ernährung helfen?


Was tun, wenn die Parkinson-Erkrankung depressiv macht?Meistens bessern sich Depressionen schon nach guter medikamentöser Einstellung mit Parkinsonmedikamenten bzw. nach Gabe eines speziellen Antidepressivums. Liegt jedoch eine depressive Verstimmung aufgrund eines Mangels an bestimmten Vitaminen vor, kann mit richtiger Ernährung ein entscheidender Beitrag zur Besserung der Gemütslage geleistet werden. B-Vitamine und Mehrfachzucker können die Arbeit unseres Gehirns direkt beeinflussen, da sie helfen, die Nervenzellen mit Energie zu versorgen. Dabei treten die Vitamine der B-Gruppe sozusagen als Team auf. Ein Mangel des einen kann dazu führen, dass das andere seine Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen kann. Auch auf kognitive Störungen und andere psychische Veränderungen, wie Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Müdigkeit usw. kann eine ausreichende Versorgung des Körpers mit hochwertigen Kohlenhydraten und B-Vitaminen positiven Einfluss nehmen.


Rezeptvorschlag

Gute-Laune-Salat

Essen ist gut für die Seele!
GUTE-LAUNE-SALAT

Zutaten für 2 Personen:
1 Avocado
1 Tomate
1/2 Apfel, säuerlich
1 Salatgurke (klein)
1 EL Essig
1 EL Weizenkeimöl
1/2 Zwiebel
1 TL Sonnenblumenkerne
Petersilie
Salz, Pfeffer (gemahlen)

Die Avocado halbieren und vom Kern befreien, die Tomate entstielen, den Apfel entkernen und schälen, die Salatgurke schälen und alles in kleine Würfel schneiden und vermischen. Für die Soße Essig, Salz, Pfeffer und Öl in eine Schüssel geben und verrühren. Die gewürfelte Zwiebel und die gehackte Petersilie dazugeben und alles mit dem Salat vermischen. Zum Schluss die Sonnenblumenkerne über dem Salat verteilen. Vor dem Servieren 15 Minuten ziehen lassen!
Guten Appetit!


Ernährung bei Schluckstörung

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Bei Parkinson-Patienten treten Schluckstörungen vorwiegend im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf. Die Ursachen sind u.a. eine verminderte Transportfähigkeit der Nahrung aufgrund der eingeschränkten Zungenbeweglichkeit oder Probleme bei der Einspeichelung der Nahrung.

Die Schluckstörungen äußern sich durch verschiedene Symptome:

  • Speichel oder Essensreste fließen aus dem Mund oder sammeln sich dort an
  • Häufiges Verschlucken, Husten und Würgen während des Essens oder unmittelbar danach
  • Mehrfach auftretende Lungenentzündungen
  • Lässt man den Patienten nach dem Schlucken von Flüssigkeit laut ein "A" oder Ein "I" sprechen, klingt dies meist verwaschen und unklar

Weitere Informationen zum Thema "Schlucken" finden Sie hier!



Wie kann Ernährung helfen?

Bei der Zusammenstellung der Nahrung sollte auf Folgendes geachtet werden:

  • Konsistenz beachten: Für Betroffene mit Schluckstörung ist nicht die Zusammensetzung der Nahrung entscheidend, sondern vielmehr ihre Konsistenz (Kostform). Brei und passierte Kost sind die am leichtesten zu schluckenden. Dagegen ist es wesentlich schwieriger und oft auch gefährlich, Flüssigkeiten oder gemischte Konsistenzen zu sich zu nehmen (z. B. Suppe mit Einlage oder Kekse mit Schokolade und Nüssen). Bitte besprechen Sie die entsprechende Kostform zuerst mit Ihrem Arzt oder Logopäden.

  • Essen und Trinken strikt trennen: Nahrung muss immer erst vollständig hinuntergeschluckt werden, bevor getrunken wird.

  • Art der Getränke beachten: Als Getränke eignen sich am besten Wasser ohne Kohlensäure und Kamillentee, da diese Substanzen weniger aggressiv sind. Saure oder scharfe Substanzen, wie Fruchtsäfte, Kaffee oder Fruchttees können bei Verschlucken zu Schleimhautläsionen in der Lunge führen und erhöhen somit das Risiko einer Lungenentzündung.

  • Medikamenteneinwirkung berücksichtigen: Parkinsonpatienten sollten zu der Zeit Essen, in denen die maximale und somit optimale Medikamentenwirkung besteht, da der verbesserte Schluckakt das Risiko des Verschluckens verringert.

  • L-Dopa-Präparate nicht mit Eiweiß einnehmen! L-Dopa sollte nicht mit Quark und Joghurt eingenommen werden, da die Präparate aufgrund des hohen Eiweißgehaltes die Aufnahme von L-Dopa behindern oder sogar verhindern können.

  • Bei leichten Schluckstörungen: Ungeeignet ist Nahrung von körniger, trockener oder harter Konsistenz, da diese Konsistenzen beim Kauen schwerer kontrollierbar bzw. schwer zu kauen sind.

Sitzen Sie beim Essen aufrecht und halten Sie Ihren Kopf dabei so gerade wie möglich. Konzentrieren Sie sich auf das Essen und vermeiden Sie Ablenkung, z. B. durch den Fernseher. Bereiten Ihnen harte Nahrungsmittel beim Schlucken Schwierigkeiten, versuchen Sie nicht, diese mit Flüssigkeit hinunterzuspülen - greifen Sie besser nach weicheren Alternativen. Dicke Soßen und Dips können zusätzlich helfen, die Nahrung im Mund besser unter Kontrolle zu bringen. Erleichtern Sie sich das Trinken mit einem dicken Strohhalm.

Der Grundsatz lautet: lassen Sie sich Zeit beim Essen, schlucken Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.


Weiteres SERVICEMATERIAL zum Thema Ernährung erhalten Sie bei Ihrem Neurologen. weiter


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