Ostervorbereitungen

Frühjahrs-Check für Menschen mit Parkinson

12.03.2012Frühlingsanfang und Ostern stehen kurz bevor und auch viele Menschen mit Parkinson können es kaum abwarten, die kalte Jahreszeit endlich hinter sich zu lassen. Wir haben einige Tipps, wie Sie diese Zeit bewusst genießen, Balkon und Terrasse schon mal für die Osterfeiertage vorbereiten und gleichzeitig der Frühjahrsmüdigkeit vorbeugen können.


Genießen Sie bewusst die Osterfeiertage mit unseren Tipps und Anregungen.
Bildquelle: ©
Brzi/iStockfoto


Vielen Menschen mit Parkinson macht die kalte Jahreszeit zu schaffen. Die typischen Symptome wie Muskelsteifheit und Zittern können sich bei niedrigen Außentemperaturen noch verschlimmern und auch der Psyche bekommt die Kälte oftmals nicht so gut. Umso besser, dass die Tage mit Schneefall und kaltem Matschwetter bald hinter uns liegen: Am 20. März ist astronomischer Frühlingsanfang, die Uhr wird bald wieder auf die Sommerzeit umgestellt und auch Ostern steht schon vor der Tür. Ein guter Anlass, Wohnung, Balkon und Garten einem "Frühjahrsputz" zu unterziehen. Wäre da nicht die Frühjahrsmüdigkeit. Denn während die einen mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen wieder frische Energie verspüren, befällt andere eine bleierne Müdigkeit. Wir möchten Ihnen gerne einige Anregungen für Ihre Frühjahrs- und Ostervorbereitungen geben, mit denen Sie gleichzeitig Ihre Motorik trainieren und aktiv gegen die Frühjahrsmüdigkeit angehen können.


Tipps gegen die Frühjahrsmüdigkeit

Am Ostersonntag werden die Uhren wieder auf Sommerzeit umgestellt. Doch die Stunde weniger Schlaf ist nicht allein daran schuld, dass sich nicht nur Menschen mit Parkinson im Frühjahr schlapp und müde fühlen können. Denn der Körper ist noch ganz auf Winter eingestellt und muss sich erst langsam wieder daran gewöhnen, dass die Tage länger werden und die Sonnenstunden zunehmen. Das kann den Organismus ziemlich belasten. Hier einige Tipps, wie Sie sich wieder in Schwung bringen:

  • Gehen Sie nach draußen und tanken Sonnenlicht: Durch die Sonneneinstrahlung wird die Produktion des körpereigenen Hormons Serotonin angeregt. Das macht wach und steigert das allgemeine Wohlbefinden.
  • Bewegen Sie sich: Machen Sie schnellere Spaziergänge an der frischen Luft oder erledigen Sie wenn möglich kleine Besorgungen mit dem Fahrrad. Das versorgt Ihr Blut mit Sauerstoff und regt den Kreislauf an.
  • Achten Sie auf Ihre Ernährung: Frisches Obst und Gemüse liefern dem Organismus wichtige Vitamine und Mineralstoffe. So tun Sie Ihrem Stoffwechsel etwas Gutes und helfen dem Körper zu entsäuern. Außerdem stärken Sie durch ausgewogene Ernährung Ihr Immunsystem.
  • Nehmen Sie genügend Flüssigkeit zu sich: Trinken Sie ausreichend, am besten Wasser, Tee oder andere ungesüßte Getränke.
  • Achten Sie auf Ihren Schlaf: Guter Schlaf ist wichtig für die Regeneration. Sie sollten darauf achten, dass Sie lange genug (mindestens sechs Stunden) und tief schlafen können. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Schlafzimmer kühl und abgedunkelt ist. Öffnen Sie nachts das Fenster und vermeiden Sie schwere Mahlzeiten vor dem Zubettgehen.
  • Auch das Nickerchen zwischendurch ist erlaubt: Wer die Möglichkeit hat, kann ruhig auch untertags ein kurzes Schläfchen – sogenanntes "power napping" – halten. Es sollte allerdings nicht länger als 30 Minuten sein.
  • Duschen Sie abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser: Zugegeben, es kostet etwas Überwindung, sich am Morgen mit kaltem Wasser abzubrausen, aber es weckt die Lebensgeister. Wechselduschen sollten Sie übrigens immer mit Kaltwasser-Phasen beenden.
  • Fit durch Hausmittel: Verschiedene Tees, wie Melisse, Pfefferminz oder Zitrone können dem müden Organismus ebenfalls auf die Sprünge helfen. Zum Süßen sollten Sie Honig verwenden. Auch verschiedenen ätherischen Ölen, wie Zitronen- oder Orangenöl, wird eine aktivierende Wirkung nachgesagt.

Natürlich können Sie auch versuchen, Ihren Körper mit Hilfe der Frühjahrs- und Ostervorbereitungen wieder in Schwung bringen:


"Frühjahrs-Check" für Terrasse und Balkon

Der Anblick Ihrer Terrasse oder Ihres Balkons dürfte nach dem Winter ziemlich trist sein. Höchste Zeit, diesen Zustand zu ändern. Zuerst sollten Sie die alte Erde, verwelkte Blüten, Blätter und im Winter eingegangene Pflanzen aus Ihren Blumenkästen, Töpfen und Hängeampeln entsorgen. Balkongeländer und Rankgitter gehören feucht abgewischt, der Boden gefegt. Dann nichts wie ab ins Gartencenter: Frische Erde, Pflanzen und Blumenzwiebeln gekauft, Ärmel hochkrempelt und los geht’s!

Zu den ersten Frühlingsboten zählen Primeln und Stiefmütterchen. Sie sind nicht so kälteempfindlich und in allen möglichen Farbvarianten erhältlich. Dazu passen Tulpen, Osterglocken, Hyazinthen oder Narzissen. Wer sie sich aus Blumenzwiebeln heranzieht, benötigt etwa vier Wochen Geduld, bis sie blühen. Dazwischen kann man verschiedene Gräser setzen, Zweige von Korkenzieher-Hasel oder Weiden stecken und schon mal die eine oder andere Osterdekoration platzieren. Sie können auch bereits die ersten Kräuter draußen pflanzen: Basilikum, Estragon, Salbei, Oregano und Thymian verströmen auf Ihrem Balkon dann schon bald einen angenehm mediterranen Duft. Bei einem neuerlichen Kälteeinbruch sollten Sie die Pflanzen möglichst nah an die Hauswand stellen und gegebenenfalls mit Vlies abdecken, damit die schöne Pracht nicht erfriert.

Nach getaner Arbeit holen Sie doch gleich noch die Balkonstühle aus dem Keller und genießen bei einer Tasse Kaffee oder Tee die ersten Sonnenstrahlen und "Ihr Werk". Falls Ihnen dabei auffällt, dass es so langsam Zeit für etwas Osterdekoration wird, können Sie sich an unserem folgenden Basteltipp versuchen:


Ostereier bemalen

Ostern ohne bunte Eier wäre nur halb so schön und Bastelarbeiten sind außerdem eine gute Übung für die Feinmotorik. Um kurz vor den Feiertagen nicht in Stress zu geraten, können Sie mit den Vorbereitungen schon gleich beginnen. Wenn Sie Plastikeier verwenden, hat dies den Vorteil, dass sie nicht schlecht werden oder zerbrechen und sich auch im nächsten Jahr wieder verwenden lassen.

Besorgen Sie sich im Bastelgeschäft weiße Plastikeier, Acrylfarbe, Glanzlack, Pinsel, wasserfeste Filzstifte und durchsichtige Klebefolie. Breiten Sie eine alte Zeitung auf dem Tisch aus und richten Sie alle Materialien griffbereit her. Spießen Sie die Eier mit einem Holzstäbchen auf. Wenn dafür keine Löcher vorgebohrt sind, stechen Sie mit dem Messer zunächst selbst vorsichtig ein Loch in die obere Spitze des Eis. Bemalen Sie es dann in der gewünschten Grundfarbe. Die bemalten Eier lassen Sie dann auf dem Holzstäbchen in einem Gefäß, etwa einem Glas oder einer kleinen Vase trocknen. Anschließend können Sie sie entweder mit Filzstiften weiterbemalen oder lackieren. Sie können die Ostereier aber auch mit Motiven bekleben, die Sie zuvor aus der Klebefolie ausgeschnitten haben. Vorsichtig mit dem Pinsel die Acrylfarbe um die Folie herum auftragen und erneut gut trocknen lassen. Entfernen Sie dann mit einem Messer die Folie und verzieren Sie die freigebliebenen Flächen nun mit dem Filzstift. Anschließend können Sie die Farbe noch mit einem Glanz- oder Lackspray fixieren.

Weitere österliche Basteltipps und Deko-Anregungen für den Frühling erhalten Sie auf www.basteln-gestalten.de

Gegen die Frühlings-Lethargie kann es aber neben Oster-Aktivitäten im Haushalt auch ganz einfach helfen, einen Ausflug zu unternehmen oder Freunde und Bekannte zu treffen. Viele Stadtparks oder botanische Gärten in größeren Städten laden nicht nur Pflanzenliebhaber dazu ein, Zeuge zu werden, wie die Natur im Frühling wieder zum Leben erwacht. In der Regel werden dort auch Führungen angeboten. Wo sich der nächste Botanische Garten in Ihrer Nähe befindet, können Sie auf den Internetseiten des Verbands Botanischer Gärten nachschauen. Darüber hinaus gibt es rund um Ostern auch eine Vielzahl von Märkten, Prozessionen, Ausstellungen, Konzerten und Passionsspielen, die Sie gemeinsam mit Freunden oder der Familie besuchen können. Einen Überblick der außergewöhnlichsten Veranstaltungen erhalten Sie hier.


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