30 Jahre Parkinson-Selbsthilfegruppe Wiesbaden

"Jeder Betroffene hat seinen eigenen Parkinson"

17.02.2014 Ende 2013 feierte die Regionalgruppe Wiesbaden der Deutschen Parkinson-Vereinigung im Rathaus der Stadt Jubiläum: Die Parkinson-Betroffenen und ihre Angehörigen treffen sich seit 1983 einmal im Monat, um sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.

30 Jahre Parkinson-Selbsthilfegruppe Wiesbaden – Jeder Betroffene hat seinen eigenen Parkinson © Fotolia.com

Die Regionalgruppe Wiesbaden der Deutschen Parkinson-Vereinigung feierte kürzlich Ihr 30-jähriges Bestehen.© Fotolia.com


Bei der Feier anlässlich des 30. Geburtstags der Parkinson-Selbsthilfegruppe Wiesbaden hoben die Redner hervor, wie wichtig der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Hilfe für die Betroffenen sind. Die Palette der Themen bei den monatlichen Treffen reicht von Erfahrungen mit Medikamenten und Therapiemöglichkeiten über Arztempfehlungen bis hin zu vertiefenden Informationen über Parkinson. Darüber hinaus haben die Mitglieder die Möglichkeit, an der wöchentlichen Gymnastik- und Qigong-Stunde, dem Sprech- und Sprachtraining sowie den regelmäßigen Tanzstunden teilzunehmen. Der private freundschaftliche Austausch darf natürlich auch nicht zu kurz kommen. Die Gruppe umfasst derzeit rund 140 Mitglieder.

Carl-Otto Zubiller hat vor neun Jahren die Leitung der Selbsthilfegruppe übernommen. In seiner Festansprache betonte er, die Besonderheit bei Parkinson läge darin, dass pauschale Empfehlungen schwierig seien: "Jeder Betroffene hat seinen eigenen Parkinson." Deshalb könnten auch nicht alle Patienten auf die gleiche Weise diagnostiziert und therapiert werden, auch wenn dies die Wunschvorstellung wäre. Dem pflichtete der zweite Festredner, Professor Dr. Wolfgang Jost, Leiter der Parkinson-Klinik Wolfach, bei. Das eine, wirksamste Medikament gegen Parkinson gebe es leider nicht. Vielmehr müsste jeder Parkinson-Betroffene für sich selbst herausfinden, welche der zahlreichen medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten bei ihm die größte Wirkung erzielten.

Gegenseitige Unterstützung für Parkinson-Betroffene ganz wichtig

Hilfreich ist in jedem Fall die Unterstützung durch die anderen Mitglieder: "Die Wiesbadener Selbsthilfegruppe ist ein Paradebeispiel für die sinnvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit in freundschaftlicher Atmosphäre", so der Neurologe Professor Dr. Jost. Carl-Otto Zubiller betonte darüber hinaus aus eigener Erfahrung die Bedeutung der inneren Einstellung im Umgang mit Parkinson: "Man sollte sich keinesfalls in seinem Leid verlieren, sondern sich möglichst mit Positivem beschäftigen." Viele Menschen mit Parkinson würden beispielsweise malen oder Gedichte schreiben – Tätigkeiten, welche Lebensfreude und Zuversicht wecken.

Die Treffen der Regionalgruppe Wiesbaden der Deutschen Parkinson-Vereinigung finden jeden ersten Mittwoch im Monat um 15 Uhr im Gemeindesaal der Evangelischen Bergkirche, Lehrstr. 6, 65183 Wiesbaden, statt. Kontakt: Carl-Otto Zubiller, E-Mail: co.zubiller@t-online.de, Tel.: 0611-40 12 17.

Quelle:
Artikel im Wiesbadener Tagblatt


Mehr zum Thema Selbsthilfegruppen auf www.leben-mit-parkinson.de:



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