Bewegungstherapie bei Parkinson
Nordic Walking kann Motorik verbessern
09.12.2011 - Nordic Walking ist für Menschen mit Parkinson eine gute Möglichkeit, den Körper effektiv zu trainieren. Studien an Parkinson-Patienten, die im Durchschnitt 63 Jahre alt sind und sich im leichten bis mittelschweren Krankheitsstadium befinden, belegen positive Auswirkungen auf Motorik, Gangbild und das körperliche Wohlbefinden.
Nordic Walking kann Motorik bei Parkinson verbessern. Foto: Fotolia
Die Walking-Technik ist schnell erlernbar, kann ohne große Vorbereitung oder teure Ausrüstung direkt vor der Haustür ausgeübt werden. Selbst Ungeübte erzielen schnell erste Trainingseffekte. Zudem werden rhythmische Bewegung und eine aufrechte Körperhaltung unterstützt, die gerade bei Menschen mit Parkinson eingeschränkt sein können.
Es gibt inzwischen mehrere Studien, in denen der Einfluss von regelmäßigem Nordic Walking-Training auf die Parkinson-Erkrankung und das körperliche Wohlbefinden untersucht werden.
Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention berichtet von einer entsprechenden Untersuchung mit einer Trainingsgruppe, die zweimal wöchentlich für 60 bis 75 Minuten Nordic Walking ausübten. 58 Patienten zeigten eine Verbesserung des Gleichgewichts, der Haltungsstabilität und Laufgeschwindigkeit im Vergleich zu Patienten ohne Nordic Walking-Training. Zudem berichteten die Teilnehmer über ein deutlich höheres emotionales Wohlbefinden.
Zu ähnlich positiven Ergebnissen kam auch das Sommerring-Institut für Bewegungsstörungen und Verhaltensneurologie in Bad Nauheim. In einer Studie mit 38 Teilnehmern verbesserten sich insbesondere das Gangbild und die Ganggeschwindigkeit der Patienten. Selbst im Alltag war der positive Effekt der regelmäßigen sportlichen Betätigung zu erkennen. So fielen alltägliche Verrichtungen wie Einkaufen und das Tragen der Einkaufstaschen leichter.
Die Studie kommt zu dem Fazit, dass Nordic Walking ein gutes Training für Menschen mit Parkinson ist. Ideal ist das regelmäßige Walken in der Gruppe. Zum Erlernen und auch im Verlauf sollte ein Trainer immer wieder die Technik kontrollieren und korrigieren, da sich sonst Fehler einschleichen. Hierbei ist es wichtig, dass der Trainer über die bestehende Erkrankung informiert wird.
Wer rastet, der rostet: Mit verschiedenen kleinen Trainingsprogrammen und Übungen können Sie auch zu Hause dafür sorgen, dass Sie beweglich bleiben. Wir haben einige Anregungen für Sie in unserer Unterrubrik "Bewegung" zusammengestellt.
Quellen:
Studie Sommerring-Institut Bad Nauheim








