Dingebauer-Preis der DGN

Neurologin für Parkinson-Forschung ausgezeichnet

08.12.2014 – Prof. Dr. Daniela Berg erhält den diesjährigen Dingebauer-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Die Tübinger Hirnforscherin und Neurologin wird damit unter anderem für ihre herausragenden Arbeiten zu Parkinson ausgezeichnet.Dingebauer-Preis der DGN – Neurologin für Parkinson-Forschung ausgezeichnet © DGN / S. BratulicDie Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) verleiht den Dingebauer-Preis an Prof. Dr. med. Daniela Berg – Dritte von links – für ihre herausragende Forschungsarbeit zu Parkinson. © DGN / S. Bratulic


Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) ehrt die Tübinger Hirnforscherin und Neurologin Prof. Dr. med. Daniela Berg mit dem Dingebauer-Preis 2014. Die Forschungsgruppenleiterin am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Standort Tübingen sowie Oberärztin an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen wird damit ausgezeichnet für ihre herausragenden Arbeiten zu Parkinson und anderen degenerativen Erkrankungen des Nervensystems. Der Preis wurde auf der Eröffnungsveranstaltung des 87. Kongresses der DGN am 16. September 2014 in München verliehen.

Parkinson-Früherkennung per Marker

Berg forscht unter anderem an Ursachen und Therapiemöglichkeiten von Parkinson. Ihr besonderes wissenschaftliches Interesse gilt der Früherkennung. Im Zentrum steht dabei die Identifikation von Markern, die eine frühe Diagnose neurodegenerativer Erkrankungen und eine Beurteilung des Krankheitsverlaufs erlauben. Ziel ist es, künftig den Verlauf zu beeinflussen und neue Therapieansätze zu ermöglichen. 

Darüber hinaus entwickelte die Tübinger Neurologin eine Ultraschalluntersuchung des Gehirns weiter, die sogenannte transkranielle Sonografie. Damit kann frühzeitig eine Veränderung in der Substantia nigra dargestellt werden, einem Bereich des Gehirns also, der für Motorik und Bewegungssteuerung von größter Wichtigkeit ist. Eine Erkennung solcher Veränderungen ist bereits möglich, bevor die Betroffenen typische Parkinson-Symptome wie Bewegungsstörungen und Händezittern zeigen. Um den aktuellen Forschungserkenntnissen Rechnung zu tragen und den Betroffenen bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zugänglich machen zu können, leitet Berg gemeinsam mit einem kanadischen Kollegen eine internationale Arbeitsgruppe zur Neudefinition von Parkinson. Berg ist seit dem Jahr 2013 erste Vorsitzende der Deutschen Parkinson Gesellschaft (DPG).

Dingebauer-Preis für herausragende Leistungen in der Parkinson-Forschung

Der Dingebauer-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie wird seit dem Jahr 2002 für herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Erforschung von Parkinson und anderen degenerativen Erkrankungen des Nervensystems verliehen. Der Preis wird alle zwei Jahre an jeweils zwei renommierte Forscher übergeben. Zu den diesjährigen Preisträgern gehörte auch Prof. Dr. Juliane Winkelmann von der Stanford University, USA.


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