Fürstenwalder Informations- und Kontaktstelle für SHG

Halt durch die Selbsthilfegruppe

23.09.2013 – Die Fürstenwalder Informations- und Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen, auch bekannt als F.I.K.S., ist Anlaufstelle für viele Hilfesuchende. Eine davon ist Siegrid Erben aus Berkenbrück, die sich von der Diagnose Parkinson nicht unterkriegen lassen will. Sie findet Halt bei der F.I.K.S. – und in der Malerei.
Fürstenwalder Informations- und Kontaktstelle für SHG – Halt durch die Selbsthilfegruppe. © Sergey Mostovoy /Fotolia.comMalen beruhigt nicht nur, sondern fördert auch die Beweglichkeit und die Konzentration. Foto: © Sergey Mostovoy/fotolia.com


Die Malerei hat im Leben von Siegrid Erben schon immer eine große Rolle gespielt – die Thüringerin war früher Porzellanmalerin. Die Diagnose Parkinson erreichte sie vor fünf Jahren, doch trotz aller Probleme nimmt sie ihr Los gefasst. In einem Interview auf ODF TV erzählt sie "Meine Tochter hat eigentlich immer gesagt: 'Mutti, ich hab mich immer gewundert, dass du das so gefasst nimmst'. Ja was soll ich machen? Ich kann ja nichts mehr ändern. Man muss es nehmen wie es ist und das Beste daraus machen."

Halt findet Siegrid Erben vor allem in der Malerei. Leinwände zieren ihre Wohnung in Berkenbrück. Durch das Malen kommt sie nicht nur zur Ruhe , der Prozess fördert auch die Beweglichkeit und die Konzentration, die die Kunstliebhaberin so oft wie möglich trainieren will. Neben der Malerei suchte sie auf Rat ihres Arztes Kontakt und Unterstützung bei einer Selbsthilfegruppe. Seit zwei Jahren besucht sie die Gruppe regelmäßig. "Zumindest weiß ich, dass es noch mehr Leute gibt mit der Krankheit. Dass wir uns da gut verstehen. Und dass, wenn man mal ein Problem hat, auch verstanden wird."

Anlauflaufpunkt für Hilfesuchende wie Siegried Erben ist die F.I.K.S. (Fürstenwalder Informations- und Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen). Leiterin Lieselotte Hettwer kümmert sich um jeden Einzelfall: "Ich rede erst mal und frage wie ich ihnen helfen kann, was für ein Problem sie haben. Und dann sehe ich weiter, wie ich sie in die nächste Gruppe vermitteln kann – oder ob ich einen Professionellen brauche wie einen Psychologen oder Arzt. Aber meistens ist es so, dass wir in die Selbsthilfegruppe weitervermitteln."

In Fürstenwalde treffen sich viele Menschen mit Parkinson oder vergleichbaren Erkrankungen in insgesamt 37 Selbsthilfegruppen. Doch nicht jeder kann seine Scham und die Tabus überwinden und wagt den ersten Schritt in eine Gruppe. Siegrid Erben hingegen ist froh, dass sie jemanden hat, mit dem sie sich austauschen kann. Denn gemeinsam lässt sich der Alltag mit Parkinson doch einfacher meistern.

Mehr Informationen zur Fürstenwalder Informations- und Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen erhalten Sie auf der Internetseite der F.I.K.S.

Quelle:
Artikel auf www.odftv.de



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