Heide Simonis wird Ehrenbürgerin von Schleswig-Holstein

Kampf gegen Parkinson und für soziale Gerechtigkeit

16.09.2014 – Seit zwei Jahren lebt Heide Simonis mit einem "gewissen Herrn Parkinson", wie sie selbst ihre Erkrankung nennt. Unterkriegen lassen möchte sie sich davon nicht, ihr Kampfgeist ist ungebrochen. Schon vor ihrer Parkinson-Diagnose bewies Simonis Kraft und Ausdauer, auch im Rahmen ihrer politischen Karriere. "Ihre große Stärke war es, andere Menschen zu überzeugen und zum Mitmachen zu bewegen", äußert sich Simonis' Nach-Nachfolger Torsten Albig bewundernd. Für ihre Tatkraft und ihr Engagement wird Heide Simonis nun als erste Frau Ehrenbürgerin von Schleswig-Holstein.Heide Simonis wird Ehrenbürgerin von Schleswig-Holstein - Kampf gegen Parkinson und für soziale Gerechtigkeit © Frank Ossenbrink, Fotoagentur Berlin
Kampfgeist beweist Heide Simonis im Rahmen ihrer Parkinson-Erkrankung und der Politik. Dafür wird sie zur Ehrenbürgerin von Schleswig Holstein ernannt. © Frank Ossenbrink, Fotoagentur Berlin


Schleswig-Holstein habe dem Engagement der 70-Jährigen wichtige Impulse zu verdanken, so Albig. Das Bundesland stehe auch dank Simonis' Weitblick heute dort, wo es ist. Es sei nicht nur führendes Windland der Republik, sondern ebenso florierender Gesundheitsstandort. Die frühere Ministerpräsidentin habe sich darüber hinaus aktiv für soziale Gerechtigkeit eingesetzt und Schleswig Holstein vielfältiger und selbstbewusster gemacht.

Bisher erhielten ausschließlich Männer diese besondere Auszeichnung: Helmut Schmidt, Uwe Ronneburger, Gerhard Stoltenberg, Siegfried Lenz und Armin Mueller-Stahl. Ursprünglich war es die ehemalige Ministerpräsidentin Heide Simonis selbst, die während ihrer Amtszeit diese Ehrung eingeführt hatte.

Schon in den 90er-Jahren zeigte die frühere Regierungschefin Entschiedenheit und Durchsetzungskraft. Ihre offene, selbstbewusste Haltung hat Heide Simonis nicht immer nur Freunde beschert, dennoch erhielt sie auch ehrlich gemeintes Lob aus den Reihen der Unionsfraktion: "Heide Simonis hat in ihrem politischen Leben Spuren hinterlassen." Und für diese Spuren soll die Schleswig Holsteinische Ehrenbürgerschaft ebenfalls stehen.

Soziales Engagement vor und nach der Parkinson-Diagnose

Spuren möchte die frühere Ministerpräsidentin auch im Rahmen ihres sozialen Engagements hinterlassen. Von 2005 bis 2008 war sie beispielsweise ehrenamtlich Vorsitzende von UNICEF Deutschland und widmete sich vor allem dem Projekt "Schulen für Afrika".

Seither engagiert sich Heide Simonis für verschiedene soziale Projekte auf Landesebene, u. a. als Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Sängerbundes und als Schirmherrin des Vereins für Umwelterkrankte e. V. Von ihrer Parkinson-Erkrankung möchte sie sich dabei nicht im Weg stehen lassen. "Ich nehme Medikamente, mache Sport, die Krankheit behindert mich nicht mehr", äußert die frühere Regierungschefin bestimmt. Und ergänzt auf ihre bekannte, selbstwusste Art: "Ich werde den Herrn Parkinson einfach ignorieren."


Quellen:



Mehr zum Thema auf www.leben-mit-parkinson.de

 



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