Horst Edmund Schunk

Ein Leben für den Fußball – trotz Parkinson

13.03.2014 – Ob als Spieler oder Trainer: Horst Edmund Schunk ist "fußballbesessen". Daran hat auch seine Parkinson-Erkrankung nichts geändert. Seine langjährige Erfahrung bringt er nach wie vor als Trainer in seinem Heimatverein ein, der Sportvereinigung Sterkrade-Nord.Horst Edmund Schunk – Ein Leben für den Fußball – trotz Parkinson © Books on Demand GmbHHorst "Ede" Schunk ist seit 40 Jahren eine feste Größe im Amateurfußball in der Region Oberhausen – daran hat auch seine Parkinson-Erkrankung nichts geändert.
© Books on Demand GmbH


Horst "Ede" Schunk ist seit rund 40 Jahren eine feste Größe im Amateurfußball in der Region Oberhausen: Er spielte für verschiedene Vereine, unter anderem in der ersten Mannschaft seines Heimatvereins, der Sportvereinigung Sterkrade-Nord. Als ein doppelter Bänderriss seine aktive Laufbahn beendete, folgten verschiedene Trainerposten in der Region. Derzeit ist der 60-Jährige als Co-Trainer der ersten Mannschaft in der Landesliga und als Trainer einer D-Jugendmannschaft für seinen Heimatverein tätig.

Dieses Engagement ist jedoch nicht selbstverständlich. Denn im Alter von 36 Jahren hatte die Diagnose Parkinson Schunk einen dicken Strich durch sein bisheriges Sportlerleben gemacht. Auch beruflich wurde ein Wechsel vom Außen- in den Innendienst für den Justizbeamten unerlässlich. Nach der Diagnose war der Rheinländer zunächst am Boden zerstört. Dann habe er sich allerdings wieder aufgerafft. "Ich habe mich nicht versteckt" sagt er, trotz der durch die Parkinson-Erkrankung aufgetretenen Schwierigkeiten, beispielweise mit der Aussprache. Viermal war er seitdem in Kliniken. Obwohl er von seiner guten Physis profitiert, macht er zweimal pro Woche Krankengymnastik. Großen Rückhalt erhält Schunk von seiner Frau Dagmar und Tochter Vanessa.

"Sportliche Autobiographie eines Fußballbesessenen"

"Der Sport hat mir nach meiner Diagnose im  Jahre 1990 sehr geholfen, damit umzugehen – und zwar offen damit umzugehen. Jeder Spieler weiß von meiner Krankheit und verhält sich prima mir gegenüber", sagt Schunk. In einem persönlichen Archiv hat er über die Jahre zahlreiche Zeitungsartikel, Fotos und Berichte zusammengetragen. Sie dokumentieren mehr als 40 Jahre Amateurfußball in der Region. Teile daraus, positive wie negative Erfahrungen, hat er in seinem Buch "Fußball, mein Leben / oder ein Leben für den Fußball: Eine sportliche Autobiographie eines Fußballbesessenen" veröffentlicht.

"Der Ede ist immer gut gelaunt. Eine echte Frohnatur. Sein Erfahrungsschatz ist sehr wertvoll für uns und er tut sehr viel für die Truppe – auch außerhalb des Platzes", sagt der Cheftrainer der Spvgg. Sterkrade-Nord, Lars Mühlbauer, über seinen Co-Trainer. Dass sich Schunk auch mit Parkinson seine positive Einstellung bewahren konnte, liegt sicher auch daran, dass er weiter seiner großen Leidenschaft  nachgeht – dem Fußball.


Quelle:


Mehr zum Thema Sport auf www.leben-mit-parkinson.de



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