Intel entwickelt Big-Data-Analyseplattform

Innovative Technologien zur Behandlung von Parkinson

12.11.2014 – Die Parkinson-Erkrankung mithilfe eines am Körper tragbaren Computers, beispielsweise in Form einer Armbanduhr, gezielt beobachten und langfristig besser behandeln. Klingt unglaublich, könnte aber in naher Zukunft als gängige Methode zum Einsatz kommen. Eine von Intel entwickelte Big-Data-Analyseplattform in Kooperation mit der Michael J. Fox Stiftung (MJFF) ermöglicht Forschern, mit einer speziell entwickelten Hard- und Software das Fortschreiten der Parkinson-Symptome zu messen, den Verlauf von Parkinson so besser zu erfassen und Fortschritte zur Entwicklung von Therapien zu ermöglichen.
Eine von Intel entwickelte Big-Data-Analyseplattform soll Forschern die Messung der Parkinson- Symptome über am Körper tragbare Computer möglich machen. © 123 RF / ASUS ZenWatchEine von Intel entwickelte Big-Data-Analyseplattform soll Forschern die Messung der Parkinson-Symptome über am Körper tragbare Computer möglich machen. © 123 RF / ASUS ZenWatch


Parkinson besser verstehen und behandeln können – das ist bis heute ein erklärtes Ziel in der Erforschung von neurodegenerativen Erkrankungen. Die Kooperation von Intel und der Michael J. Fox Stiftung (MJFF) umfasst eine mehrteilige Studie, in der eine neue Big-Data-Analyseplattform zur Ermittlung eingesetzt und geprüft wird. Über am Körper tragbare Computer, sogenannte "Wearables", werden die Parkinson-Symptome überwacht und dokumentiert. Diese Dokumentation soll vergleichbare Muster von Parkinson-Symptomen anhand der Teilnehmer-Daten erfassen.

Wearable-Technologien könnten neue Wege in der Therapie ermöglichen

Die Parkinson-Symptome können sich sehr unterschiedlich äußern, weshalb das Fortschreiten der Erkrankung nur schwer inspiziert werden kann. "Moderne Methoden der Datenaufbereitung und innovative Wearable-Technologien sind in der Lage, unser Verständnis davon, wie Patienten die Krankheit tatsächlich erleben, grundlegend zu verändern. Wir haben dadurch ganz neue Möglichkeiten bei der Diagnose und Behandlung von Parkinson sowie bei der Entwicklung von Arzneimitteln.", sagt Todd Sherer (PhD), CEO der Michael J. Fox Stiftung. Mit dem neuen System könnten Tausende Parkinson-Patienten über einen langen Zeitraum beobachtet und so neue Erkenntnisse gewonnen werden.

Big-Data-Plattform, um Parkinson auf den Grund zu gehen

Gemeinsam mit der Michael J. Fox Stiftung untersuchte Intel in der Studie das Potential von am Körper tragbaren Geräten, um letztlich Muster in der Erkrankung zu ergründen. Genutzt wurde die Pebble-Smartwatch, eine frei auf dem Markt verfügbare intelligente Armbanduhr. Ziel war es, mit den Patienten zuvor vereinbarte, physische Parameter festzulegen und die Big-Data-Plattform zur Dokumentation der Patienten-Daten zum Einsatz zu bringen. 16 Parkinson-Patienten und neun Freiwillige der Kontrollgruppe trugen die Wearables durchgehend an vier Tagen. Die gesammelten Daten werden nun mit den klinischen Erfahrungswerten und den Berichten der Patienten verglichen und sollen als Grundlage für Berechnungsalgorithmen zur präzisen Messung der Parkinson-Symptome dienen.

In naher Zukunft planen Intel und MJFF sogar die Entwicklung einer Smartphone-App, über die Patienten ihre Medikamentendosis und ihr körperliches und mentales Befinden dokumentieren können.

Forscher sehen in den Wearables und der Big-Data-Analyseplattform einen potentiellen Fortschritt. Hunderte von Datensätzen von Parkinson-Patienten können pro Minute erfasst werden, was bei bisher einzelnen, häufig ungenauen und subjektiven Beschreibungen von Betroffenen und nicht durchgängig geführten Papieraufzeichnungen nicht möglich ist. Die Sammlung und Analyse der Daten sowie der Abgleich mit neutralen klinischen Werten gibt den Wissenschaftlern ein genaueres Bild des klinischen Verlaufs von Parkinson.

Quelle:

www.wiwo.de/technologie/forschung/intel-wie-eine-smartwatch-bei-der-parkinsonforschung-hilft/10333472.html



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