Kinofilm "Saiten des Lebens"

Leidenschaft für das Leben trotz Parkinson

03.07.2013 – Die Diagnose Parkinson eines Cellisten ist im Film "Saiten des Lebens" der Auslöser für das Aufbrechen einer ganzen Reihe von schwelenden Konflikten zwischen Musikerkollegen, deren Ehepartnern und Freunden. Die klassische Musik ist das Bindeglied zwischen ihnen – und Mittel, ihre Spannungen um Eifersucht, Neid und Macht zu lösen.

Kinofilm Saiten des Lebens - Leidenschaft für das Leben trotz Parkinson. Bildquelle: ©Senator Film
Im Film "Saiten des Lebens" ist Parkinson der Auslöser für eine ganze Reihe von schwelenden Konflikten zwischen den vier Musikerkollegen. Bildquelle: ©Senator Film


Seit fünf Jahren spielt das berühmte New Yorker Streichquartett erfolgreich zusammen. Das Jubiläum soll mit der Aufführung von Beethovens Streichquartett Nr. 14 cis-moll, op. 131 begangen werden. Doch bei einem Arztbesuch erhält der Cellist Peter Mitchell (gespielt von Christopher Walken), das älteste Mitglied und der geistige Kopf des Quartetts, die erschütternde Botschaft: Er ist an Parkinson erkrankt. Für ihn ist die Konsequenz klar. Seine Finger werden ihm in absehbarer Zeit nicht mehr gehorchen – er will aus dem Quartett aussteigen.

Die Diagnose verändert nicht nur Peters Leben komplett – auch die gemeinsame Zukunft der Musiker steht zur Debatte: unterdrückte Emotionen, Egokonflikte und unkontrollierbare Leidenschaften brechen hervor und drohen die jahrelange Freundschaft und Zusammenarbeit aus den Fugen zu bringen. Als die Vier das Jubiläumskonzert, ihren womöglich letzten gemeinsamen Auftritt, vorbereiten, können nur ihre intime Verbundenheit und die Kraft der Musik helfen, ihr Schaffen zu bewahren.

Regisseur Yaron Zilberman hat in "Saiten des Lebens" Parkinson ganz geschickt zwar als dramaturgischen Ausgangspunkt, nicht jedoch als filmbestimmendes Thema  gewählt. Ihm gelingt es so, der Erkrankung das Bedrohliche zu nehmen: Er lässt seine Hauptfigur zwar zur Physiotherapie gehen, später zeigt sich der Cellist jedoch positiv gestimmt, während sich die anderen Protagonisten immer dramatischer in zwischenmenschlichen Konflikten verstricken. Peter hat seine Bedrückung dagegen abgelegt und unterrichtet wieder mit Vergnügen seine Schüler, zumal auch die Medikamente anschlagen. Seinen Kollegen eröffnet er, er könne nun doch bei dem Beethoven-Konzert mitspielen. Doch jetzt entladen sich deren Spannungen erst richtig. Alle Fronten sind verhärtet. Kann das Abschiedskonzert unter diesen Umständen überhaupt noch stattfinden?

"Was sollen wir tun? Aufhören? Oder uns bemühen, bis zum Schluss im Einklang zu spielen – auch mit verstimmten Instrumenten?" appelliert der Peter an seine Kollegen, ihre Leidenschaft für die Musik wiederzuentdecken. Es könnte auch ein eindringlicher Aufruf an Menschen mit Parkinson sein, Lebensmut und Freude trotz der Erkrankung nicht zu verlieren.


Quelle:
Internetseite des Films 





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