Leben mit Parkinson – Buchtipp
Stefan Berg "Zitterpartie"
20.02.2012 - Stefan Berg ermöglicht in seinem Buch "Zitterpartie" beeindruckende Einblicke in die Gedankenwelt eines Menschen mit Parkinson. Er beschreibt auf eindringliche Weise, wie bedeutend im wahrsten Sinne das "Heute" und nebensächlich das "Irgendwann" wird.
Sefan Bergs "Zitterpartie". Foto: Hansisches Druck- und Verlagshaus GmbH
Der "Spiegel"-Redakteur und Vater von vier Kindern erhält im Herbst 2008, mit 44 Jahren, die für ihn erschütternde Diagnose: Parkinson. Bis zu dem Tag, an dem ihm die Ärzte die alles verändernde Nachricht mitteilen, war Stefan Berg ein kontrollierter Mensch, den keine Situation so schnell aus der Ruhe bringen konnte. Doch die Diagnose Parkinson verändert alles. Sein Körper gibt nun den Takt an und folgt seiner eigenen Dynamik. Kontrolle ist plötzlich relativ. Gedanken zu formulieren, in klare Worte zu fassen war immer Teil seines Berufs – dieses Potential nützt er nun für sein Buch "Zitterpartie". Seine Geschichte ist die Reise in das Innerste eines Menschen, dem bewusst wird, dass sein Leben sich verändern wird – und der plötzlich mit Begriffen wie "unheilbar" konfrontiert wird.
Dabei geht der Autor auch auf das Schicksal seiner Herkunft – der ehemaligen DDR – ein und gibt Einblicke in sein erfolgreiches Berufsleben nach der Wende.
Trotz des neuen Lebens mit Parkinson hat Stefan Berg seinen Humor nicht verloren und beschreibt in "Zitterpartie" auf komische und zugleich mitfühlende Weise seine Gedanken und Erlebnisse nach der Diagnose.
"Seine Erzählung ist ein Bekenntnis zur Verletzlichkeit", so die Süddeutsche Zeitung.
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