Maryum über ihren Vater Muhammad Ali

Kämpfer und Vorbild mit Parkinson

21.10.2014 – "Mein Vater kann noch lange Zeit leben. Die Lebenserwartung von Parkinson-Erkrankten ist vergleichbar mit der der von Gesunden. Viele werden über 80 Jahre alt." Maryum glaubt an ihren Vater Muhammad Ali – bekannte Boxlegende und Vorbild für viele Menschen – und unterstützt ihn darin, aktiv zu bleiben und Stress zu vermeiden. "Die Zeit mit ihm ist sehr wertvoll."Maryum über ihren Vater Muhammad Ali - Kämpfer und Vorbild mit ParkinsonMuhammad Ali – Vorbild für ganze Generationen, insbesondere für Menschen mit Parkinson. © 123 RF


Er ist ein Mensch, der gern lebt. Ganz große Reisen vermeidet er aber, wenn es geht. "Doch er kommt noch rum, wenn auch seltener. Er verlässt regelmäßig sein Haus. Er geht ins Kino oder in Restaurants. Er ist ein Mensch, der noch lebt. Den sperrt man nicht weg. Aber große Reisen vermeidet er", so Maryum Ali über ihren Vater, der die Öffentlichkeit bis heute wie kaum ein anderer Athlet fasziniert.

Boxlegende und Vorbild für Menschen mit Parkinson

Die Erfolge der einstigen Box-Legende Muhammad Ali bleiben unvergessen. Die Erinnerungen daran machen seine Tochter Maryum stolz, aber auch etwas traurig, besonders wenn ihr Vater einmal weniger gute Tage hat. "Das Gehen und Sprechen fällt ihm dann schwerer. Parkinson beeinflusst in diesen Phasen nahezu alle seine Muskelbewegungen."

Doch Muhammad Ali kämpft weiter, auch weil er Vorbild sein möchte, besonders für Menschen mit Parkinson. Bis heute nimmt der ehemalige Profiboxer, dessen ursprünglicher Name Cassius Marcellus Clay junior war, den Kampf gegen seine Parkinson-Erkrankung auf. Auch wenn er weiß, dass er diesen Kampf wahrscheinlich nicht gewinnen kann. Er hat gelernt, seinen Begleiter zu akzeptieren, möchte Parkinson als "einen Test Gottes" verstehen. Trost und Kraft geben ihm die guten Erinnerungen an seine Karriere, die so früh begann.

Muhammad Ali hat Sportgeschichte geschrieben

Schon im Alter von 12 Jahren erkannte sein Entdecker und Trainer Joe Martin Muhammad Alis außerordentliche Beweglichkeit und Schnelligkeit und förderte den Jungen. "Er war der härteste Arbeiter unter allen Kindern, die ich jemals trainierte", so Martin. 1960 erkämpfte sich der tänzelnde Federgewichtler ehemals Cassius Clay mit nur 18 Jahren den Titel "Olympiasieger im Halbschwergewicht" in Rom. Ab da sollte es steil bergauf in die Profiliga gehen.

Mittlerweile ist Muhammad Ali 72 Jahre alt und lebt seit circa 30 Jahren mit Parkinson. Er ist ein Ausnahmetalent, bewundernswerter Kämpfer und Vorbild für ganze Generationen, im Sport wie auch im Leben – insbesondere für Menschen mit Parkinson.


Quellen:

Mehr zum Thema auf www.leben-mit-parkinson.de





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