Michael J. Fox Foundation unterstützt weitere Studie
Parkinson-Impfstoff PD01 in klinischer Erprobung
12.01.2012 - Die Michael J. Fox Foundation (MJFF) unterstützt eine klinische Studie des Wiener Biotech-Unternehmens Affiris AG zum Impfstoff PD01 mit 1,5 Millionen Dollar. Erstmals werde damit ein Impfstoff gegen Parkinson klinisch erprobt, so das Wiener Unternehmen.
Forscher erproben erstmals einen Impfstoff gegen Parkinson. Foto: Fotolia
Der Impfstoff AFFITOP® PD01 soll gegen einen speziellen Eiweißstoff wirken. Dessen Anreicherung im Gehirn wird als eine Ursache für das Fortschreiten von Parkinson angesehen. "Zwar sind die klinischen Untersuchungen erst angelaufen, aber das Potenzial dieser Substanz, das Fortschreiten der Krankheit selbst zu stoppen, könnte den Durchbruch in der Parkinson-Therapie bedeuten," erklärte Dr. Todd Sherer, Geschäftsführer der MJFF.
Vorklinische Studien haben gezeigt, dass der Impfstoff "PD01" das körpereigene Immunsystem zur Produktion von Antikörpern gegen das Protein Alpha-Synuklein stimuliert. Die Antikörper sorgen dafür, dass das Alpha-Synuklein aus dem Gehirn abgeleitet wird, was das Fortschreiten der Parkinson-Erkrankung verlangsamt. Alpha-Synuklein ist ein kleines, lösliches Protein im Gehirn, das unter anderem die Dopamin-Ausschüttung reguliert. Es gibt Hinweise darauf, dass das Protein Alpha-Synuklein eine wichtige Rolle spielt in der Entstehung des sogenannten idiopathischen Parkinson sowie mancher seltener, vererbbarer Formen der Parkinson-Erkrankung.
Mit der Zuerkennung dieser Forschungsgelder an Affiris weitet die Michael J. Fox Foundation (MJFF) ihre Forschungspräsenz zu Parkinson in Österreich aus.
Bisher unterstützte die Stiftung österreichische Forschungsteams mit insgesamt 2,5 Millionen US-Dollar.
Quelle:
Affiris AG – Presseinformation








