Neues aus der Parkinson-Forschung

Europaweites Ausbildungsnetzwerk für Neurowissenschaftler gegründet

30.04.2012 - Das Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg koordiniert seit Anfang des Jahres ein von der EU gefördertes Netzwerkprojekt, in dem interdisziplinäre Spezialisten für Neurobiologie ausgebildet werden sollen.

Neues aus der Parkinson-Forschung - Europaweites Ausbildungsnetzwerk für Neurowissenschaftler gegründet
Europaweites Ausbildungsnetzwerk für Neurowissenschaftler gegründet. Foto: iStock


Parkinson, Alzheimer, Schizophrenie oder Epilepsie sind schwerwiegende Erkrankungen des Gehirns, die unterschiedliche Ursachen in den Nervenzellen haben. Um sie besser behandeln zu können, werden nicht nur fundiertes medizinisches Wissen und klinische Erfahrung benötigt, auch möglichst gute Kenntnisse in der Molekular- und Zellbiologie des Gehirns sind erforderlich. Das Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg (LIN) möchte dazu beitragen, interdisziplinäre Spezialisten für Neuroplastizität auszubilden.

Seit Anfang 2012 ist das Leibniz-Institut Koordinator eines großen europäischen Marie-Curie-Netzwerkprojektes mit dem Titel "NPlast". Das Projekt wird von der EU mit insgesamt vier Millionen Euro über vier Jahre gefördert und soll die wissenschaftliche Ausbildung besonders qualifizierter junger Forscherinnen und Forscher unterstützen.

Insgesamt 15 Doktoranden und Postdoktoranden erhalten an sieben Forschungsinstituten und vier industriellen Einrichtungen in Frankreich, der Schweiz, Großbritannien, Belgien, den Niederlanden und Deutschland ein Trainingsprogramm auf dem Gebiet der Neurowissenschaften. Im Rahmen des NPlast-Netzwerks werden Mechanismen im Gehirn erforscht, um die Entwicklung von neurodegenerativen und neuropsychiatrischen Erkrankungen wie z.B. Parkinson, Schizophrenie oder Epilepsie besser zu verstehen und letztlich möglicherweise verhindern zu können. In einer breit ausgelegten Ausbildung sollen die Jungwissenschaftler in verschiedenen Disziplinen arbeiten und neueste wissenschaftliche Technologien und Methoden anwenden lernen.

Die Förderung des Projektes durch die EU ist für das Institut in Magdeburg eine besondere Auszeichnung. Durch die Vernetzung des Leibniz-Instituts mit anderen führenden Forschungseinrichtungen in Europa wird der Neurostandort Magdeburg weiter ausgebaut. Das Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg (LIN) ist ein Zentrum für Lern- und Gedächtnisforschung. Das Institut beschäftigt rund 180 Mitarbeiter und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Weitere Informationen zum NPlast-Netzwerk finden Sie unter www.nplast.de


Quelle: Presseinformation Leibniz-Institut für Neurobiologie





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