Parkinson-Forschung

Begünstigen Schlafstörungen Parkinson?

31.10.2013 – Ausreichend viel und guter Schlaf ist enorm wichtig, um Körper und Geist gesund zu halten. Aber was, wenn sich Schlafstörungen häufen? Können sie ein Frühsymptom für Parkinson sein? Und können umgekehrt Schlafstörungen sogar eine Parkinson-Erkrankung begünstigen? Neue wissenschaftliche Studien deuten daraufhin.Parkinson-Forschung – Begünstigen Schlafstörungen Parkinson. © tab62/fotolia.comNeue Studien deuten darauf hin, dass Schlafstörungen eine Parkinson-Erkrankung begünstigen können. © tab62/fotolia.com


Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Schlafprobleme nicht nur ein mögliches Symptom von Parkinson sind, unruhige Nächte können die Erkrankung scheinbar auch auslösen. Schlafentzug führt zu einer starken Verringerung der Dopamin-Rezeptoren in einer speziellen Region des Gehirns, die bei Parkinson-Betroffenen sehr stark von der Degeneration betroffen ist.

Bei der Parkinson-Erkrankung kommt es aus noch ungeklärten Gründen zu Veränderungen im Nervensystem des Gehirns. Charakteristisch: Das frühzeitige Absterben bestimmter Nervenzellen in einem Bereich des Hirnstamms, der "Substantia nigra" ("schwarze Substanz") genannt wird. Hier befindet sich eine Ansammlung von Zellen, die den Nervenüberträgerstoff Dopamin produzieren und transportieren. Durch das Absterben der Nervenzellen wird weniger Dopamin freigesetzt. Es kommt zum Ungleichgewicht mit anderen Botenstoffen. Die Folge sind die typischen Parkinson-Symptome: Muskelstarre, Muskelzittern, verlangsamte Bewegungen, Haltungsinstabilität.

Doch der Botenstoff Dopamin hat noch eine weitere Funktion: Er regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus. Wird die Dopamin-Produktion durch das Nervensterben gestört, funktioniert der  Bio-Rhythmus des Betroffenen nicht mehr.

Schlafmittel können helfen

Schlafstörungen treten oft schon Jahre vor den anderen typischen Parkinson-Symptomen auf. Forscher gehen deshalb derzeit davon aus, dass Schlafstörungen Hinweise auf eine noch nicht entdeckte Parkinson-Erkrankung sein können und dass die kaputte innere Uhr auch den Krankheitsverlauf selbst antreiben könnte. Es wird vermutet, dass Schlafmittel zumindest zu einer Verlangsamung des Parkinson-Verlaufs  beitragen können.

Quelle:
www.doccheck.com



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