Parkinson-Forschung

Neuer Gehirnscan erkennt Parkinson im Frühstadium

20.08.2014 Steife Muskeln, zitternde Gliedmaßen, verlangsamte Bewegungen. Typische Parkinson-Symptome, die durch das Absterben bestimmter Nervenzellen im Gehirn verursacht werden. Eine Früherkennung der neurologischen Erkrankung ist bisher schwierig, soll nun aber durch einen neuen Gehirnscan erleichtert werden.Parkinson-Forschung – Neuer Gehirnscan erkennt Parkinson im Frühstadium © 123RFDank Forschern der Universität in Oxford um Clare Mackay soll eine Früherkennung von Parkinson mittels neuem Gehirnscan im Gehirn zukünftig ermöglicht werden können. © 123RF.com

Eine Parkinson-Erkrankung entwickelt sich schleichend und bislang im Verborgenen. Lange bevor die ersten Anzeichen von Parkinson sichtbar werden, beginnt das Absterben der Nervenzellen. Bisher aber gibt es für Ärzte noch keine Möglichkeit, die Erkrankung in einem Stadium zu erkennen, in der sich noch keine Symptome sichtbar zeigen. Das soll nun anders werden: An der University of Oxford (England) gelang es Forschern um Clare Mackay, frühe Veränderungen im Gehirn sichtbar zu machen, die auf Parkinson hinweisen können. Ein neuer Gehirn-Scan könnte künftig eine frühere Parkinson-Diagnostik ermöglichen.

Mithilfe eines speziellen Magnetresonanztomografen (MRT), der den Austausch und die Verbindung der Neuronen in den Basalganglien misst – jenem Bereich des Gehirns, der vor allem Bewegungsabläufe steuert – konnte Parkinson in 85 Prozent aller untersuchten Fälle frühzeitig erkannt werden. Ein sehr vielversprechendes Ergebnis für künftige Forschungen, so Dr. Clare Mackay.

Das Forscherteam wies wiederholt nach, dass die funktionelle Vernetzung der Nervenzellen in den Basalganglien bei Menschen mit Parkinson, deren Erkrankung sich noch in einem sehr frühen Stadium befindet, sehr viel geringer ist als bei gesunden Vergleichspersonen.


Eine von 500 Personen ist von Parkinson betroffen

Parkinson ist eine neurologische Erkrankung, von der durchschnittlich Menschen höheren Lebensalters betroffen sind. Etwa eine von 500 Personen hat Parkinson. Das Fortschreiten der Symptome kann durch gezielte Behandlung lediglich verlangsamt werden, eine Heilung der Erkrankung ist bislang nicht möglich.

Langfristiges Ziel der Forscher ist es, Therapien zu entwickeln, die den Krankheitsverlauf verzögern oder sogar aufhalten können, noch ehe die ersten Krankheitssymptome auftreten und das Leben der Betroffenen beeinträchtigen.

"Durch diese spezielle MRT-Technik gewinnen wir Informationen über Aktivitäten in entscheidenden Bereichen des Gehirns, die uns erste Hinweise auf das Vorliegen einer Parkinson-Erkrankung geben könnten. Wir hoffen, dass die Forschung dahingehend noch vertieft und gestützt werden kann, so dass diese Methode bald Teil der gängigen Parkinson-Diagnostik ist", so Clare Mackay.


Quellen:


Mehr zum Thema auf www.leben-mit-parkinson.de

 



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