"Personal Landscapes"

Kunst-Tanz-Projekt mit Parkinson-Betroffenen

05.02.2014 – Eine Berliner Tanzschule hat ein interdisziplinäres Projekt mit Profitänzern und an Parkinson erkrankten Tänzerinnen und Tänzern auf die Beine gestellt. Die ungewöhnlichen Choreografien zeigen, was trotz Parkinson noch alles möglich ist.Personal Landscapes – Kunst-Tanz-Personal Landscapes – Kunst-Tanz-Projekt mit Parkinson-Betroffenen. © Bastian SchneiderDas Ensemble von "Personal Landscapes" besteht aus jungen Profitänzer/innen und an Parkinson erkrankten Laien. © Bastian Schneider

Im Oktober 2013 feierte das interdisziplinäre Tanz-, Kunst- und Forschungsprojekt "Personal Landscapes" in der Berliner Tanzschule für Zeitgenössischen Tanz "TanzTangente" Premiere der anderen Art. Das Außergewöhnliche daran: Die Besetzung besteht aus acht Profitänzern des jungen Tanzensembles "Tangente Company" und acht Tänzerinnen und Tänzern, die an Parkinson erkrankt sind.

Die kurzen Choreografien wurden aus Bewegungsimprovisationen entwickelt. Sie sollen die  Herausforderungen im Alltag mit Parkinson verdeutlichen, die Sehnsucht nach Berührungen aber natürlich auch den Spaß am Tanzen vermitteln. Typische Parkinson-Symptome wie der Tremor werden bewusst in die Inszenierung eingebaut. Die Aufführung erzählt sensibel und humorvoll vom Ausloten der eigenen Grenzen, vom Fallen und Fallenlassen und dem Erstaunen darüber, was trotz Parkinson noch möglich ist.

Das Projekt "Personal Landscapes" wurde unter der künstlerischen Leitung der Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Nadja Raszewski realisiert. Die Musik dazu komponierte Prof. Michael Gould, Percussionist und Dozent an der University of Michigan. In der Inszenierung enthaltene Kunstobjekte entwarf Oliver Raszewski, Grafiker und Bildender Künstler.

Die nächsten Vorstellungen im Januar sind bereits ausverkauft. Weitere Informationen zu "Personal Landscapes", Terminen und Tickets erhalten Sie auf der Internetseite der "Tangente Company"

Idee zum "Parkinson Tanz" stammt aus den USA

Die Idee, Parkinson mit Zeitgenössischem Tanz zu verbinden, stammt aus den USA. Dort sind schon vor über zehn Jahren die ersten Tanzklassen speziell für Menschen mit Parkinson entstanden, bei denen der zwanglose Spaß an Musik in Kombination mit Bewegung und das gemeinschaftliche künstlerische Erlebnis im Vordergrund stehen.

Gestützt werden die positiven Effekte, die Tanzen auf Menschen mit Parkinson haben kann, durch wissenschaftliche Studien der Washington University, St. Louis/USA. Diese Studien konnten zeigen, dass Tanzen Steifheit und Gleichgewichtsstörungen verringern und die Beweglichkeit bei Menschen mit Parkinson deutlich verbessern kann.

Weitere Informationen zum Kunst-Tanz-Projekt mit Parkinson-Betroffenen und das aktuelle Kursangebot erhalten Sie auf www.tanztangente.de.


Quellen:

Mehr zum Thema Tanzen auf www.leben-mit-parkinson.de



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