Riechtests zur Diagnose von Parkinson
Tremor und Geruchsstörung gekoppelt ist zuverlässiges Frühsymptom
25.08.2011 - Es ist bekannt, dass bereits Jahre vor Ausbruch der motorischen Störungen bei Menschen mit Parkinson Riechstörungen auftreten können – Geruchsdefizite gelten inzwischen als sehr frühe klinische Indikatoren für Parkinson.
Den Zusammenhang zwischen Tremor und Riechstörungen belegte eine Studie der TU Dresden. Foto: iStock
Macht sich bei Menschen mit unwillkürlichem Zittern, dem so genannten Tremor, gleichzeitig eine Störung des Geruchssinns bemerkbar, deutet dies relativ zuverlässig auf eine Parkinson-Erkrankung hin. Den Zusammenhang zwischen Tremor und Riechstörungen belegte eine retrospektive Studie der Technischen Universität Dresden. Die Wissenschaftler stellten ihre Auswertungen auf dem Deutschen Parkinsonkongress 2011 in Kiel vor.
In der Untersuchung sollten sich 300 Menschen mit Parkinson einem Geruchstest unterziehen – im Vorfeld wurden 167 Patienten mit einem idiopathischen Parkinson diagnostiziert, 85 zeigten einen essentiellen Tremor, d.h. ein Zittern unabhängig von einer Grunderkrankung, und 47 der Studien-Teilnehmer hatten andere Tremor-Formen. Bei dem Test wurden Riechstifte, so genannte Sniffin-Sticks, eingesetzt, die mit signifikanten Duftstoffen, z. B. Butanol – einer farblosen Flüssigkeit mit einem charakteristisch stechenden Geruch – versetzt sind.
Die Patienten mit einem durch Parkinson bedingten Tremor zeigten im Vergleich zu den anderen Probanden eine deutliche Verschlechterung des Geruchssinns. Dies lässt die Dresdner Forscher zu dem Schluss kommen, dass sich mit Hilfe von frühen olfaktorischen Tests bei Tremor-Patienten relativ sicher eine Parkinson-Erkrankung nachweisen lässt.
Quelle:
Ärztezeitung








