Sport-Idol feierte 70. Geburtstag

Muhammad Ali: Boxlegende und Vorbild für Menschen mit Parkinson

02.02.2012 - Der größte Boxer aller Zeiten feierte am 17.01.2012 seinen
70. Geburtstag. Muhammad Ali, gezeichnet von der Parkinson-Erkrankung, empfing die 350 geladenen Gäste in seiner Heimatstadt Louisville im US-Bundesstaat Kentucky. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Muhammad Ali-Stiftung zugute.

Muhammad Ali: Boxlegende und Vorbild für Menschen mit ParkinsonMuhammad Ali: Boxlegende und Vorbild für Menschen mit Parkinson. Foto: iStock

Muhammad Ali ist eine der bedeutenden Boxlegenden weltweit und fasziniert bis heute die Öffentlichkeit wie kaum ein anderer Athlet. Seine großen Kämpfe gegen Joe Frazier und George Foreman sind unvergessen. Muhammad Alis Boxkarriere nahm im Grunde seinen Anfang, als ihm im Alter von 12 Jahren sein rotes Fahrrad gestohlen wurde.
Den Dieb hätte Ali, damals noch Cassius Marcellus Clay junior genannt, am liebsten verprügeln wollen, so sein Entdecker und Trainer Joe Martin. "Er war der härteste Arbeiter unter allen Kindern, die ich jemals trainierte", berichtete Martin. Clay fehlte zwar noch die Schlagkraft, doch seine außerordentliche Beweglichkeit und Schnelligkeit erkannte Martin auf Anhieb. Die Früchte seines harten Trainings erntete der tänzelnde Federgewichtler Cassius Clay bereits im Alter von 18 Jahren – 1960 erkämpfte er sich den Titel "Olympiasieger im Halbschwergewicht" in Rom. Nach 100 Siegen in 108 Kämpfen beendete Clay seine Amateurlaufbahn und trat in die Profiliga ein.

Der überaus talentierte Sportler galt in seinen Hochzeiten als arrogant und vorlaut.
Clay selbst nannte sich den "größten und schönsten Boxer aller Zeiten" und beschimpfte seine Gegner gerne als "Zuchthaus-Boxer". Politisch engagiert, trat er 1964 der Organisation "Nation of Islam" des schwarzen Bürgerrechtlers Malcolm X bei – ab da sollte Cassius Clay nur mehr Muhammad Ali genannt werden und in die Geschichte eingehen.

Der Höhepunkt in Alis Karriere war 1975 mit dem Boxkampf "Thrilla in Manila" gegen Joe Frazier erreicht – an das Niveau dieses Kampfes konnte er im Anschluss nicht mehr anknüpfen. Nach seiner Niederlage gegen Trevor Berbick kehrte Muhammad Ali 1981 mit fast 40 Jahren dem Boxring den Rücken zu.

Zu diesem Zeitpunkt zeigte er bereits erste Symptome seiner Parkinson-Erkrankung: das Sprechen viel ihm zusehends schwer und erste motorische Störungen machten sich bemerkbar. Bis heute nimmt Muhammad Ali den Kampf gegen seine Parkinson-Erkrankung auf, wenngleich er diese nicht mehr als Kampf versteht, vielmehr als "einen Test Gottes".

Die kürzlich erschienene Biographie "Muhammad Ali: ICH: Mein Leben. Meine Kämpfe" zeigt ein von Freunden, Familienangehörigen, Kritikern, Gegnern sowie Muhammad Ali selbst beschriebenes, umfassendes Bild der Boxlegende. Muhammad Ali versteht sich nicht nur als Vorbild für Sportler, sondern auch für alle Menschen, die mit der Parkinson-Erkrankung leben.



Quellen:



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