Telefonsprechstunde am Welt-Parkinson-Tag 11. April

"Parkinson verkürzt die Lebenserwartung nicht"

12.05.2014 – Welche Parkinson-Medikamente ab welchem Alter? Kommt die Tiefe Hirnstimulation für mich in Frage? Was bringt Krankengymnastik? Diese und viele andere Fragen wurden fünf Fachexperten am 11. April, dem Welt-Parkinson-Tag, im Rahmen der Telefonsprechstunde gestellt.Telefonsprechstunde am Welt-Parkinson-Tag 11. April – Parkinson verkürzt Lebenserwartung nicht. © prnrw

Experten beraten in der Telefonsprechstunde zum Welt-Parkinson-Tag am 11. April 2014. Von links: Prof. Dr. Lars Timmermann, Dr. Niels Allert, RA Friedrich-Wilhelm Mehrhoff, Dr. Lars Wojtecki. © prnrw

Menschen mit Parkinson und Interessierte konnten sich auch in diesem Jahr wieder rund um das Thema Parkinson kostenfrei beraten lassen. Vier Oberärzte von renommierten, neurologischen Kliniken sowie der Geschäftsführer der Deutschen Parkinson-Vereinigung e. V. standen Rede und Antwort.

Für die rund 300.000 Parkinson-Betroffenen ist es wichtig, sich über ihre Erkrankung und deren Folgen ausführlich zu informieren und Beratung zu finden. Denn viel hängt von der Therapie ab und so erhoffen sich viele Betroffene nicht nur eine Behandlung zur Verringerung der Beschwerden, sondern auch Unterstützung für ein möglichst langes, aktives Leben. Da die Symptome der Erkrankung sehr unterschiedlich ausgeprägt sind, ist die individuelle Beratung über Medikamente, operative Eingriffe, Sprach- und Ergotherapie, psychotherapeutische Angebote oder andere Maßnahmen wichtig. Die von der dPV organisierte und von der TEVA GmbH jährlich unterstützte Telefonsprechstunde stellt damit einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung und Beratung rund um das Thema Parkinson dar.

Lebenserwartung von Parkinson-Betroffenen wie bei gesunden Menschen

Eine individuelle Aussage über den Verlauf der Erkrankung ist sehr schwierig. Alter und erbliche Vorbelastung können nur manchmal Hinweis darauf geben, ob mit einem schnellen oder langsamen Verlauf zu rechnen ist. Nach Expertenmeinung ist der Verlauf aber günstiger, je früher die medikamentöse Therapie einsetzt.

Die von einem Betroffenen gestellte Frage, ob Parkinson die Lebenserwartung verringere, konnten die Experten mit "Nein" beantworten. Die Lebenserwartung kann wie beim gesunden Menschen gleich hoch sein. Mögliche Einschränkungen in der Lebensqualität allerdings können durch medikamentöse, operative (Tiefe Hirnstimulation) und begleitende Therapien wie Krankengymnastik, Sprach-  und Ergotherapie gezielt behandelt oder trainiert werden. Bei Depressionen oder Ängsten kann eine psychotherapeutische Unterstützung hilfreich sein. Das individuelle Angebot ist sehr groß und Einschränkungen in Beweglichkeit und wichtigen Alltagsfähigkeiten können gezielt verringert werden.

Eine soziale Isolation durch die Symptome der Parkinson-Erkrankung kann heutzutage daher für die meisten Patienten vermieden werden.

Quelle

  • Nachbericht zum Lesertelefon zum Welt-Parkinson-Tag 2014 vom 10. April – Parkinson auf www.regiotrends.de

Mehr zum Thema auf www.leben-mit-parkinson.de

 



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