Unternehmer stellt Therapiegerät zur Verfügung

Aktiv gegen Parkinson

16.05.2013 – Offen für neue Therapiemethoden und sportlich aktiv stemmt sich der Unternehmer Hans Bachner seit Jahren gegen die Symptome seiner Parkinson-Erkrankung – mit messbarem Erfolg. Ein von ihm angeschafftes Therapiegerät zur Stochastischen Resonanztherapie will er nun auch anderen Menschen mit neurologischen Erkrankungen zur Verfügung stellen.

Unternehmer stellt Therapiegerät zur Verfügung Aktiv gegen Parkinson. Bildquellen: © Bachner Elektro GmbH & Co. KG; Foto mit Therapiegerät: © Ellen Kellerer

Seit Jahren stemmt sich der Unternehmer Hans Bachner gegen die Symptome seiner Parkinson-Erkrankung. Bildquellen: Foto mit Therapiegerät © Ellen Kellerer; Porträtfoto © Bachner Elektro GmbH & Co. KG


Der Kaufpreis eines Geräts zur Stochastischen Resonanztherapie, die unter anderem in der Behandlung von neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Multipler Sklerose eingesetzt wird, entspricht etwa dem eines Kleinwagens. Da die nahegelegene Uniklinik Regensburg kein Budget hatte, schaffte sich Hans Bachner solch ein Gerät im vergangenen Jahr einfach selbst an – so überzeugt war der Seniorchef eines mittelständischen Familienunternehmens in Mainburg vom Erfolg dieser Therapiemethode. Der 69-Jährige hatte vor acht Jahren seine Parkinson-Diagnose erhalten und ist seitdem offen für alle Therapiemethoden, die ein Fortschreiten der typischen Symptome aufhalten können. Bachner macht regelmäßig Krankengymnastik, Logopädie, Akupunktur und hat auch schon viele andere Therapiemethoden ausprobiert. So ist er auch auf die Stochastische Resonanztherapie aufmerksam geworden. Nach Anschaffung des Geräts stellte sich Bachner der Uniklinik Regensburg als Proband zur Verfügung. Schaffte er es bei anfänglichen Tests lediglich eine Minute und zehn Sekunden auf einem Bein zu stehen, hält er dank täglichem Training mittlerweile bereits drei Minuten und 45 Sekunden lang durch. Hans Bachner ist vom Erfolg dieses Geräts so überzeugt, dass er es nach Familienmitgliedern und Firmenmitarbeitern nun auch anderen Menschen zur Verfügung stellen möchte.


Vibrationen aktivieren Nerven- und Muskelzellen

Die Stochastische Resonanztherapie (SRT) wurde vor etwa zehn Jahren an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main entwickelt. Ursprünglich sollte damit das Reaktionsvermögen österreichischer Skirennfahrer verbessert werden. Heute wird die Methode jedoch auch mit großem Erfolg in der Prävention und Therapie neurologischer Erkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose, nach Schlaganfällen, aber auch bei orthopädischen Bewegungsstörungen – etwa aufgrund von Rückenmarksverletzungen – angewendet. Das Therapiegerät ähnelt einem Laufband aus dem Fitness-Studio. Der Trainierende steht jedoch statt auf einem Band auf zwei Platten, die sich vibrierend in unterschiedliche Richtungen bewegen: nach rechts/links, vorwärts/rückwärts oder nach oben/unten. Die Platten bewegen sich unabhängig voneinander und nach dem Zufallsprinzip. Die Stärke der Vibrationsreize lässt sich individuell einstellen. Durch die Unregelmäßigkeit der Bewegungen sind Gehirn und Körper gezwungen, "besonders aufmerksam" zu sein und schnell zu reagieren. Dieser Trainingseffekt wirkt sich positiv auf das Zusammenspiel zwischen Rezeptoren, Nerven- und Muskelzellen aus. Laut den Frankfurter Wissenschaftlern bewirkte die Therapiemethode bei 80 Prozent der Patienten eine klare Verbesserung. Bei Menschen mit Parkinson verringere sich zum Beispiel die typische Steifigkeit des Körpers um 24 Prozent, das Zittern werde um bis zu 25 Prozent reduziert.

Wenn Sie Fragen oder Interesse haben, das Gerät zu testen, können Sie sich bei Hans Bachners Mitarbeiterin Andrea Reiter telefonisch unter der Nummer 08751/707-12 erkundigen oder zu einer kostenlosen Schnuppervorführung anmelden. Bitte halten Sie jedoch vorher Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt oder Neurologen.



Quellen:


Mehr zum Thema auf www.leben-mit-parkinson.de:



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