Therapie

Wie gehe ich mit Parkinson um?

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Mit Hilfe wirksamer Behandlungsansätze lassen sich typische Parkinson-Beschwerden wirkungsvoll lindern.

Ziele der Behandlung

Im Laufe der Forschungsgeschichte konnten wirksame Behandlungsmöglichkeiten bei Parkinson wie für kaum eine andere chronische Erkrankung entwickelt werden. Mit Hilfe dieser Behandlungsansätze lassen sich die typischen Beschwerden sehr wirkungsvoll lindern, der Verlauf verzögern und eine gute Lebensqualität erhalten. Menschen mit Parkinson haben heute die gleiche Lebenserwartung wie Gesunde.
Ist die Diagnose Parkinson gestellt, plant der Arzt gemeinsam mit Ihnen die nächsten Schritte: Welche Therapie wird eingeleitet? Welche begleitenden Maßnahmen gibt es? Was können Sie selbst zur Behandlung und zum Umgang mit der Erkrankung beitragen? All diese Fragen müssen in einem ausführlichen Gespräch mit Ihrem Arzt geklärt werden.

Ziele einer jeden Therapie sollten sein:

  • Gute Wirkung auf die bestehenden Symptome
  • Verbesserung der Lebensqualität
  • Geringes Nebenwirkungsrisiko
  • Günstiger Einfluss auf den Gesamtverlauf der Erkrankung

Medikamentöse Behandlung

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Bei der Wahl des richtigen Medikaments müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden: Krankheitsstadium, Beschwerdebild und Alter des Parkinson-Patienten. Gleichzeitig sind auch Wirksamkeit und Verträglichkeit eines Medikaments für den Therapieplan von großer Bedeutung. Grundsätzlich gilt: der Neurologe und sein Patient sollten immer gemeinsam entscheiden, welche Therapieform infrage kommt.

Es gibt zahlreiche wirksame Medikamente, mit denen die Parkinson-Symptome über viele Jahre sehr gut behandelt werden können. Die Wirkung der derzeitigen Arzneimittel ist bisher nur gegen die Symptome gerichtet und nicht gegen die zugrunde liegende Schädigung der Nervenzellen im Gehirn. Obwohl es schon Hinweise aus klinischen Studien gibt, die darauf hindeuten, dass die medikamentöse Behandlung Nervenzellen im Gehirn schützt, ist bislang nur die Wirkung auf die Symptome vollständig nachgewiesen.

Die heute verfügbaren Parkinson-Medikamente können das Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn ausgleichen und so die Informationsübertragung von Zelle zu Zelle wieder ermöglichen. Das kann auf zwei Wegen geschehen - entweder beseitigen sie den Mangel an Botenstoff Dopamin oder sie blockieren die überschüssigen anderen Überträgerstoffe Acetylcholin und Glutamat:

  • Den Symptomen des Dopaminmangels wird entgegengewirkt durch L-Dopa, Dopaminagonisten, Hemmer der Catechol-O-Methyltransferase (COMT-Hemmer) in Kombination mit L-Dopa sowie durch Hemmer der Monoaminooxidase (MAO-Hemmer) – jeweils auf unterschiedliche Weise.
  • Acetylcholin wird blockiert durch Anticholinergika.
  • Glutamat wird blockiert durch Amantadin und Budipin.

Medikamentöse Behandlung

L-Dopa


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L-Dopa, eines der wichtigsten Parkinson-Mittel, ist eine Aminosäure, die in Tablettenform eingenommen wird. L-Dopa gelangt durch den Magen in den Zwölffingerdarm, wo es in die Blutbahn aufgenommen und dann ins Gehirn transportiert wird. Auf dem Weg dorthin muss L-Dopa zwei „Hindernisse“ überwinden: die Darm-Blut-Schranke und die Blut-Hirn-Schranke. Beide Barrieren schützen den Körper vor Giftstoffen und Krankheitserregern, weil sie nur für bestimmte Stoffe durchlässig sind. Da über diese Barrieren auch Substanzen aus der Nahrung vom Darm ins Blut bzw. vom Blut ins Gehirn geschleust werden, kann es zu einer Konkurrenz mit anderen Aminosäuren (Eiweißstoffen) aus der Nahrung kommen.

Dies kann die Aufnahme von L-Dopa vermindern. L-Dopa-Präparate sollten daher nicht gleichzeitig mit Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, Milch oder Milchprodukten eingenommen werden. Sie müssen jedoch nicht auf diese Lebensmittel verzichten – es ist ausreichend, L-Dopa 45 Minuten vor oder 90 Minuten nach solchen eiweißreichen Mahlzeiten einzunehmen. Im Gehirn wird L-Dopa dann zu dem Botenstoff Dopamin umgewandelt. Dopamin kann im Gegensatz zu L-Dopa die Blut-Hirn-Schranke nicht mehr überwinden und bleibt deshalb am gewünschten Wirkort. Die auf dem Markt erhältlichen L-Dopa-Präparate enthalten neben L-Dopa auch einen so genannten Decarboxylasehemmer. Dieser blockiert außerhalb des Gehirns bestimmte körpereigene Enzyme, so genannte Decarboxylasen, die L-Dopa zu Dopamin umwandeln. Auf diese Weise verhindern die Decarboxylasehemmer, dass L-Dopa bereits im Darm oder in der Blutbahn zu Dopamin umgewandelt wird, was die Wirkung des Medikaments deutlich verringern und zu unerwünschten Nebenwirkungen führen würde. L-Dopa wirkt schnell und muss nicht –  wie z. B. Dopaminagonisten – langsam „eingeschlichen“ werden (damit bezeichnen Ärzte die Phase, in der die Dosis eines Medikaments nach und nach erhöht wird, bis die empfohlene Dosis erreicht ist).

Unter der sehr wirksamen Therapie mit L-Dopa kann es allerdings nach mehreren Jahren zu so genannten Wirkungsfluktuationen kommen. Die gleiche Dosis bewirkt dann nicht mehr eine vergleichbare Wirkung wie zuvor, was sich in einer Verringerung der Beweglichkeit bemerkbar macht. Hier wird unter Umständen die Therapie kombiniert mit einem anderen Medikament fortgesetzt.



Dopaminagonisten


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Dopaminagonisten (z. B. Bromocriptin, Cabergolin, Dihydroergocriptin, Lisurid, Pergolid, Piribedil, Pramipexol, Ropinirol, Rotigotin) sind Substanzen, die Dopamin direkt an den Dopaminrezeptoren „ersetzen“ und somit eine vergleichbare Wirkung wie Dopamin haben. Im Gegensatz zu L-Dopa können Dopaminagonisten unabhängig von der Nahrungszufuhr (also auch zum Essen) eingenommen werden. Sie müssen aber über mehrere Wochen langsam eingeschlichen werden, um mögliche Nebenwirkungen gering zu halten. Eine erkennbare Wirkung tritt daher oft erst nach einigen Wochen ein -
es können sogar bis zu drei Monate vergehen, bevor eine Wirkung beobachtet wird.
Je nach Präparat ist die Einstiegsdosis sehr gering, so dass die Einschleichphase bis zur empfohlenen Dosis sehr lange dauern kann und die Gefahr besteht, im unterschwelligen Bereich „steckenzubleiben“. Bei der Dosierung ist daher darauf zu achten, dass tatsächlich eine ausreichende Wirkung erreicht wird. Dopaminagonisten können als Nebenwirkung Übelkeit verursachen. Außerdem kann es, wenn auch selten, zu Tagesmüdigkeit mit Einschlafattacken kommen oder es können sich Beinödeme entwickeln. Einige Dopaminagonisten können in hohen Dosierungen in einzelnen Fällen auch eine Vermehrung von Bindegewebe an den Herzklappen auslösen und zu so genannten Fibrosen führen. Vor dem Einsatz dieser Medikamente sollte sich der Arzt daher mit Hilfe einer Ultraschall-Untersuchung vergewissern, dass das Herz seines Patienten gesund ist und eine Behandlung mit Dopaminagonisten begonnen werden kann.


L-Dopa oder Dopaminagonisten?

Die Entscheidung für L-Dopa oder für einen Dopaminagonisten orientiert sich vor allem am Lebensalter des Patienten. Bei jüngeren Patienten unter 70 Jahren beginnt der Arzt die Therapie in der Regel mit einem Dopaminagonisten, bei Patienten über 70 Jahren wird primär L-Dopa eingesetzt. Neben dem Alter spielen auch Begleiterkrankungen eine Rolle. Patienten, die beispielsweise bereits Gedächtnisstörungen haben, erhalten vorzugsweise L-Dopa, auch wenn sie jünger als 70 Jahre sind. Dopaminagonisten führen im längeren Einsatz zu deutlich weniger motorischen Komplikationen als L-Dopa, weshalb diese bei jüngeren Patienten mit langer Lebenserwartung eingesetzt werden, da hier auch die Vorbeugung solcher Komplikationen noch eher im Vordergrund steht als bei älteren Patienten. Bei Letzteren sind eher die Effektivität und Verträglichkeit wichtig, deshalb wird bei ihnen L Dopa eingesetzt. Das Auftreten von motorischen Komplikationen markiert den Beginn der späteren Parkinson-Phase. Es werden dann spezielle Therapieplanungen erforderlich, die sich nach der individuellen Situation des Patienten ausrichten.


Medikamente zur Verbesserung der L-Dopa-Wirkung

Um die Wirkung von L-Dopa zu verbessern und die Komplikationen einer Langzeittherapie zu verringern, wurden Wirkstoffe entwickelt, die den Abbau von Dopamin bzw. L-Dopa verlangsamen. Der Abbau von Dopamin bzw. L-Dopa wird durch zwei verschiedene Enzyme bewerkstelligt, die Catechol-O-Methyltransferase (COMT-Hemmer) und die Monoaminooxidase-B (MAO-B-Hemmer).


COMT-Hemmer


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Das Enzym COMT befindet sich vorwiegend außerhalb des Gehirns (in geringerem Maße aber auch im Gehirn) und verwandelt Dopamin bzw. L-Dopa recht schnell zu unwirksamen Substanzen. Der COMT-Hemmer Entacapon blockiert die COMT-Aktivität außerhalb des Gehirns, der COMT-Hemmer Tolcapon zusätzlich auch die Enzymaktivität im Gehirn. Wenn L-Dopa zusammen mit einem COMT-Hemmer eingenommen wird, so wird der vorzeitige Abbau von L-Dopa unterdrückt. Daher kann mehr L-Dopa ins Gehirn gelangen, wo es dann zu Dopamin umgewandelt wird. Bei Patienten mit motorischen Wirkungsfluktuationen kann die Kombination von L-Dopa mit einem COMT-Hemmer die Phasen guter Beweglichkeit („On-Phasen“) verlängern.

MAO-B-Hemmer


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Das Enzym MAO-B bewerkstelligt den Abbau von Dopamin im Gehirn. Selektive MAO-B-Hemmer (Selegilin, Rasagilin) können die Wirkung von Dopamin nach der Ausschüttung aus den Nervenzellen verlängern. Im Frühstadium können sie als Monotherapie eingesetzt werden und die Notwendigkeit einer L-Dopa-Behandlung hinauszögern. Selektive MAO-B-Hemmer werden auch in fortgeschrittenen Krankheitsstadien in Kombination mit L-Dopa eingesetzt, wenn bereits Wirkungsfluktuationen aufgetreten sind. Die Kombination kann dann zu einer Zunahme der wirksamen „On“-Zeiten und zu einer Abnahme der „Off“-Zeiten führen. Durch die Kombination kann zudem L-Dopa eingespart werden.


Medikamente mit Wirkung auf andere Botenstoffe


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Anticholinergika, also Stoffe, die den Botenstoff Acetylcholin blockieren (z. B. Biperidin, Bornaprin, Metixen, Trihexylphenidyl), waren historisch gesehen die ersten wirksamen Parkinson-Medikamente. Heute haben sie aber nur noch einen untergeordneten Stellenwert, weil mittlerweile wirksamere Stoffe zur Verfügung stehen. Anticholinergika sollten nicht eingesetzt werden, wenn bereits Störungen der Merkfähigkeit und des Gedächtnisses vorliegen. Ihr Einsatz beschränkt sich meist auf jüngere Patienten, bei denen das Zittern (Tremor) im Vordergrund der Beschwerden steht. Zwei spezielle Wirkstoffe, Amantadin und Budipin, blockieren den bei Parkinson überschüssigen Botenstoff Glutamat. Es sind hilfreiche Zusatzmedikamente. Da sich unter Budipin in seltenen Fällen Herzrhythmusstörungen entwickeln können, eignet es sich nicht für Patienten, die einen Herzfehler haben. Daher muss man vor dem Einsatz von Budipin ein EKG durchführen, um einen eventuell bestehenden, aber bisher nicht erkannten Herzfehler ausschließen zu können. Bei Patienten mit ausgeprägtem Ruhetremor ist Budipin oft hilfreich. Die medikamentöse Therapie von Parkinson erfolgt meist durch Tabletten. Es gibt Medikamente, die mehrmals am Tag eingenommen werden müssen, aber auch solche, die man nur einmal täglich nehmen muss.


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Ein gemeinsam mit Ihrem Arzt ausgearbeiteter Medikamentenplan erleichtert Ihnen die Tabletteneinnahme. Hängen Sie sich den Plan in Ihre Wohnung, z. B. an den Kühlschrank. So können Sie regelmäßig nachsehen, wann und wie Sie Ihre Medikamente einnehmen müssen. Wenn Sie tagsüber viel unterwegs sind, führen Sie den Plan mit sich – so haben Sie immer und überall die Sicherheit, Ihre Medikamente wie verordnet einzunehmen. Für die Tabletten gibt es in Ihrer Apotheke Pillenboxen, die sich beschriften lassen. Führen Sie Tagebuch über Ihre Beschwerden: Notieren Sie, wie Sie sich fühlen, schätzen Sie Ihre Beweglichkeit ein und vermerken Sie Besonderheiten. Besprechen Sie Ihre Beobachtungen mit dem Arzt – anhand Ihrer Notizen kann er erkennen, wie gut die Therapie bei Ihnen wirkt.


Nicht-medikamentöse Behandlung


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Es gibt weitere, nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.

Die Behandlung der Parkinson-Symptome mit Medikamenten ist heute die Therapie der ersten Wahl. Alleine auf die Präparate sollte man sich aber nicht verlassen: Es gibt weitere, nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten, die die Symptome verbessern können.




Physiotherapie (Bewegungstherapie)

Die Physiotherapie ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Parkinson-Behandlung.
Die Therapie fördert die Beweglichkeit, Körperstabilität und Reaktionsfähigkeit. Sie kann auch einer Versteifung von Gelenken (Kontraktur) vorbeugen. Eine Bewegungstherapie in der Gruppe kann außerdem der Vereinsamung des Betroffenen entgegenwirken.

 

Ergotherapie

Eine weitere nicht-medikamentöse Behandlungsform ist die Ergotherapie.
Diese "Arbeitstherapie" beruht auf der Annahme, dass ein "Aktiv-Sein" eine wohltuende oder sogar heilende Wirkung hat. Ergotherapeutische Übungen sind speziell darauf ausgerichtet, den Betroffenen in seinem alltäglichen Leben zu unterstützen und ihm eine größtmögliche Selbständigkeit zu bewahren. Die Übungen umfassen alle Lebensbereiche - Körperpflege, Ankleiden, Essen, Aktivitäten im Haushalt. Ergänzend dazu gibt es auch Hilfsmittel, die bestimmte Bewegungsvorgänge erleichtern können. Wichtig ist, dass die ergotherapeutischen Maßnahmen sehr streng auf die individuellen Beeinträchtigungen des Patienten abgestimmt sind – der Patient darf bei den Übungen nicht überfordert werden. An dieser Stelle können auch Angehörige eine wichtige Hilfe leisten.

Zusätzliche Informationen und eine Anleitung für effektives Körpertraining
finden Sie in "Bewegung".

Möchten Sie gerne Ihr Körpertraining zu Hause vor dem Fernseher durchführen?
Kein Problem - eine DVD zu den Bewegungsübungen und weiteres Servicematerial erhalten Sie bei Ihrem Neurologen. weiter

Logopädie (Sprechtherapie)


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Erkrankt ein Mensch an Parkinson, sind sehr häufig auch die für das Sprechen verantwortlichen Muskeln (ca. 120 Muskeln) betroffen. Die Stimme verändert sich langsam, wird leiser und undeutlicher und kann sich derart verschlechtern, dass der Betroffene nicht mehr verstanden wird.

Mit Hilfe der Logopädie, einer Stimm- und Sprachtherapie, können diese Symptome verbessert werden. Je früher der Betroffene mit der Therapie beginnt, desto besser. Trainiert werden Stimme, Aussprache und Sprechgeschwindigkeit, aber auch Gesichtsmimik, Mundbeweglichkeit und Atmung. Ziel ist, die verbliebene Sprachfunktion für die alltägliche Kommunikation so lange wie möglich zu erhalten.

Besonders bewährt hat sich das Lee-Silverman-Sprechtraining, bei dem die Patienten lernen und üben, laut zu sprechen. Über diese Erhöhung der Sprechlautstärke wird eine allgemeine Verbesserung der Sprache angestrebt. Dieses Training setzt eine hohe Behandlungsdauer und Frequenz voraus, hat dafür aber eine lang anhaltende Wirkung. In den Aufgabenbereich der Logopäden fällt auch die Behandlung von Schluckstörungen.

Weitere Informationen und Tipps zu "Schlucken“ und "Sprechen“ finden sie hier.


Psychotherapie

Die Diagnose Parkinson kann eine schwere Belastung für die Psyche eines Betroffenen haben. Zeigt ein Mensch mit Parkinson noch zusätzlich Anzeichen einer Depression oder Psychose, wird eine zusätzliche medikamentöse und eventuell psychotherapeutische Therapie notwendig. An dieser Stelle sind auch die Angehörigen gefordert – sie sind eine wichtige Stütze in der Therapie.

Operation

Alternativ zur medikamentösen Behandlung gibt es in späteren Krankheitsstadien für geeignete Patienten operative Möglichkeiten, z. B. die Tiefenhirnstimulation. Bei der Tiefenhirnstimulation werden über eine Elektrode elektrische Impulse an die betroffene Hirnregion weiter gegeben. Die Steuerung dieser Impulse erfolgt über ein unter die Haut eingepflanztes Gerät in der Größe eines Herzschrittmachers. Vorteil: die Kern-Symptome können gebessert werden. Aufgrund der Operationsrisiken setzen Ärzte diese Behandlung erst ein, wenn die medikamentösen Möglichkeiten nicht mehr weiterhelfen.

Nachsorge ist wichtig! Regelmäßige ärztliche Untersuchungen sind auch im Verlauf der Erkrankung notwendig, damit der Arzt überprüfen kann, ob die ausgewählte Therapie den gewünschten Erfolg zeigt. Dazu gehören beispielsweise Blutuntersuchungen und verschiedene neurologische Tests, die Aufschluss darüber geben, wie gut die ausgewählten Medikamente wirken. Treten neue Beschwerden auf oder verschlechtern sich bereits bekannte Symptome, lässt sich dies möglicherweise durch zusätzliche oder andere Medikamente behandeln.


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